Brose Baskets ringen Khimki Moscow nieder

Die Brose Baskets gewinnen am 11. TOP16-Spieltag der Turkish Airlines Euroleague gegen Khimki Moscow Region mit 84:79 und holen sich damit den fünften Sieg. Dabei sah es lange Zeit nicht gut aus für den deutschen Meister. Dreimal lagen die Brose Baskets mit jeweils acht Punkten hinten. Dreimal aber zeigten die Mannen von Andrea Trinchieri Moral und kamen zurück. In den letzten fünf Minuten des Spiels sorgte ein wie entfesselt aufspielender Brad Wanamaker dafür, dass die Bamberger am Ende vor 6.200 Zuschauern den Sieg einfahren konnten. Der Kapitän scorte alleine im letzten Viertel 18 Punkte und war damit maßgeblich am 28:15 der letzten zehn Minuten beteiligt. Bester Werfer des deutschen Meisters war denn auch Wanamaker mit 25 Zählern; Nicolò Melli holte 13 Rebounds.

Andrea Trinchieri: „Wir hatten Probleme. Aber wir haben nie aufgegeben. Und der wichtigste Punkt ist: wir haben einen Weg gefunden, dieses Spiel zu gewinnen. Nicht im eigentlichen Sinn, wie wir es sonst immer schaffen. Khimki kam zu uns und spielte hervorragend, sehr physisch. Sie haben unsere Offensive zerstört. Aber man darf nie das Herz eines Champions unterschätzen. Und wir sind ein Champion. Brad ist ein außergewöhnlicher Spieler. Er wurde zweimal in der zweiten italienischen Liga gecuttet. Und jetzt wächst er von Spiel zu Spiel und verbessert sich stetig. Genau wie unser Team sich stetig weiterentwickelt. Heute hat er 34 Minuten schlecht gespielt. Aber, nochmal, unterschätze niemals das Herz eines Champions.“

Trinchieri schickte zunächst Brad Wanamaker, Nikos Zisis, Darius Miller, Nicolò Melli und Elias Harris aufs Parkett. Letzterer erzielte die ersten Punkte für die Gastgeber, Davis traf auf der Gegenseite den Dreier (2:3, 2.). Bis Mitte des Viertels wechselte die Führung mehrmals hin und her, ehe Rice und Boone Moskau erstmals mit drei Punkten in Front brachten: 6:9. Zwei Radosevic-Freiwürfe und einer von Zisis glichen das Spiel kurz darauf wieder aus (9:9, 6.). Zwei Minuten vor Ende des ersten Abschnitts waren es Rice, Shved und Augustine, die mit einem 6:0-Lauf für eine Sechs-Punkte-Gäste-Führung sorgten (11:17, 9.). Leon Radosevic verkürzte mit fünf Zählern in Folge den Rückstand auf wieder nur noch einen Punkt: 16:17 hieß es denn auch nach den ersten zehn Minuten.

Es dauerte knapp zwei Minuten, ehe in Viertel zwei der erste Korb fiel: Brad Wanamaker holte die Führung wieder zurück auf Seite der Brose Baskets (18:17, 12.). Ein Dreier von Dragic und Boone sorgten für fünf Punkte in Serie für Moskau, Melli antwortete per Dreier: 21:22, sechs Minuten vor der Pause. Mitte des Viertels war es eine ausgeglichene Partie. Janis Strelnieks traf zwei Freiwürfe zum 26:26. Shved und ein Rice-Dreier sorgten kurz darauf aber wieder für eine Moskauer Fünf-Punkte-Führung (28:33, 16.). Zwei Minuten vor der Halbzeit trafen Zisis und Radosevic und brachten die Brose Baskets wieder auf einen Zähler ran: 34:35. Elias Harris war es dann, der den Ausgleich besorgte (38:38, 19.). Zur Pause stand es immer noch ausgeglichen: 40:40. Bester Werfer bisher beim deutschen Meister war Leon Radosevic mit neun Punkten, Nicolò Melli pflückte zehn Rebounds.

Shved eröffnete Halbzeit zwei per Dreier, Monia legte einen weiteren nach, Augustine traf zum 8:0-Lauf (40:48, 22.). Radosevic scorte nach gut drei Minuten erstmals für die Brose Baskets. Es blieb die Phase von Bambergs Nummer 43. Weitere fünf Punkte von ihm brachten die Brose Baskets weiter ran, Zisis per Dreier verkürzte den Rückstand – bei einem Gegendreier von Koponen – auf drei Punkte (48:51, 25.). Daniel Theis war es 90 Sekunden vor Ende des dritten Viertels vorbehalten, den erneuten Ausgleich herzustellen. Sein Dreier sorgte für das zwischenzeitliche 56:56. Anschließend sorgte ein erneuter 8:0-Lauf wieder für eine deutliche Moskauer Führung, die auch nach 30 Minuten Bestand hatte: 56:64.

Die Defense beider Mannschaften bestimmte die ersten Minuten des Schlussabschnitts. Etwas mehr als zwei Minuten waren gespielt, als Leon Radosevic für die Brose Baskets traf; Nikos Zisis legte im nächsten Angriff den Dreier nach (61:64, 33.). Ein weiterer Steal der Gastgeber ermöglichte Radosevic den Fast-Break-Abschluss per Dunking. Die Brose Baskets waren knapp sieben Minuten vor Ende wieder mittendrin im Spiel: 63:64. Moskau benötigte lange, ehe sie erstmals im letzten Viertel erfolgreich waren. Dann aber wieder richtig: Dreier Shved, dazu Rice und zwei Freiwürfe von Vyaltsev (63:71, 35.). Wanamaker antwortete mit fünf Punkten in Folge für den deutschen Meister: 68:71, etwas mehr als vier Minuten waren da noch zu spielen. Nikos Zisis legte seinen dritten Dreier der Partie nach und glich 3.36 Minuten vor Schluss zum 71:71 aus. Und weiter die Brose Baskets: Wanamaker machte den 10:0-Run perfekt, holte die Führung zurück in die Domstadt und legte ein AND1 nach (76:71, 37.). Der Kapitän war on Fire, Moskau hatte in den letzten Minuten nichts mehr entgegenzusetzen. Die Brose Baskets gewinnen mit 84:79 gegen Khimki Moscow Region und holen sich damit den fünften Sieg im elften TOP16-Spiel.

Brose Baskets:

Melli 7, Zisis 16, Nikolic, Staiger, Theis 5, Wanamaker 25, Strelnieks 6, Harris 4, Miller, Heckmann 3, Idbihi dnp, Radosevic 18

Khimki Moscow Region:

Rice 9, Shved 14, Dragic 14, Augustine 10, Boone 8, Koponen 9, Vyaltsev 2, Sokolov dnp, Ilnitskiy dnp, Monia 3, Honeycutt, Davis 10

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