Brose Bamberg gewinnt erstes Finale

Brose Bamberg ließ den EWE Baskets Oldenburg im ersten Finale um die deutsche Basketballmeisterschaft keine Chance und siegte mit 96:60. Damit führt der Titelverteidiger in der Best-of-Five-Serie mit 1:0. Am Mittwoch findet Spiel zwei in Oldenburg statt. Von Beginn an zeigte Brose, dass sie dieses Spiel gewinnen wollten. Eine knallharte Verteidigung erlaubte den Gästen im ersten Viertel nur sechs Punkte (24:6). Zur Pause führten die Gastgeber bereits mit 43:22. Einmal mehr war es eine kollektiv gute Teamleistung. Dafür sprechen 24 Assists. Zudem holte Brose beinahe doppelt so viele Rebounds wie Oldenburg (37:20). Fünf Bamberger punkteten zweistellig, ohne Fehlwurf blieb dabei Topscorer Maodo Lô mit 17 Zählern.

Andrea Trinchieri: „Die fünf Spiele gegen Ulm haben Oldenburg viel Energie geraubt, deshalb bin ich heute nicht beeindruckt vom Vorsprung am Spielende. In den Playoffs ist es aber egal, ob man mit einem Punkt oder sehr hoch gewinnt. Wir waren fokussiert, haben gut als Team harmoniert und eine gute Verteidigung gespielt. Heute haben wir von der langen Serie unseres Gegner profitiert, am Mittwoch werden wir uns einer ganz andere Mannschaft gegenüber sehen. Sie wird mit sehr viel Energie auf dem Platz stehen und Würfe vom Parkplatz treffen. Ich hab ganz großen Respekt vor Coach Drijencic und seinem Team. Wir haben heute nur das erste Spiel gewonnen und müssen uns auf einen harten Kampf am Mittwoch einstellen.“

 

Brose begann offensiv wie defensiv stark. Mitte des ersten Viertels führte der deutsche Meister mit 11:0. Mehr als sechs Minuten dauerte es, ehe Oldenburg die ersten Punkte erzielen konnte. Insgesamt ließ die Bamberger Verteidigung in zehn Minuten nur zwei Feldkörbe zu, dazu kamen zwei getroffenen Freiwürfe. Selbst erzielte Brose 24 Zähler und ging so mit einer 18-Punkte-Führung in die erste Viertelpause (24:6). Im zweiten Abschnitt fanden die Gäste dann etwas besser ihren offensiven Rhythmus, ohne jedoch Broses Vorsprung entscheidend verringern zu können. Im Gegenteil. Angepeitscht von 6.150 Zuschauern – darunter Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer mit seiner Frau Karin und NBA-Star Dennis Schröder – in der natürlich ausverkauften BROSE ARENA legten auch die Hausherren vorne immer dann nach, wenn es nötig wurde. Fabien Causeur besorgte per Freiwürfe die erste 20-Punkte-Führung (28:8, 13.), die sich Bamberg auch bis zur Pause nicht mehr nehmen ließ. Beim Stand von 43:22 wurden die Seiten gewechselt. Ähnliches Bild im dritten Viertel. Oldenburg spielte nun gut mit, hatte die Müdigkeit etwas aus den Knochen bekommen. Brose jedoch hatte immer die passende Antwort parat. Bis auf 28 Punkte konnten die Gastgeber den Vorsprung nach einem Zisis-Dreier ausbauen (69:41, 29.), Quale setzte den Schlusspunkt zum 69:43 nach 30 Minuten. Das Spiel war durch, dennoch ließ es Brose nicht langsamer angehen. Daniel Theis brachte sein Team kurz nach Beginn des letzten Viertels mit 30 weg (76:45, 32.). Am Ende war es ein nie gefährdeter 96:60-Erfolg für Brose Bamberg, der allerdings auch nur das 1:0 in der Finalserie bedeutet. Weiter geht’s am Mittwoch um 20.30 Uhr in Oldenburg.

 

Brose Bamberg:

Causeur 10, Melli 7, Zisis 10, Staiger 9, Theis 7, Lô 17, Strelnieks 6, Olinde 1, Harris 5, Miller 14, Heckmann, Radosevic 10

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