Brose Bamberg gewinnt erstes Halbfinale

Brose Bamberg ist mit einem Erfolgserlebnis in die Halbfinalserie gestartet. Der amtierende deutsche Meister schlug München im ersten Spiel mit 82:59. Der Sieg hatte mehrere Faktoren. Zum einen spielte Brose über nahezu die gesamten 40 Minuten eine hervorragende Verteidigung. Zum Beweis: München traf erstmals nach acht Minuten aus dem Feld, da führten die Gastgeber bereits mit 19:4. Zudem funktionierte Bamberg als Team, in dem vier Spieler zweistellig punkteten. Am Besten machte das Fabien Causeur mit 16 Zählern. Seine Rückkehr aufs Parkett feierte zudem Kapitän Elias Harris. Damit führt Brose in der Best-of-Five-Serie mit 1:0. Spiel zwei steigt am Donnerstag in München.

Andrea Trinchieri: „Ich rechne mit einer Reaktion der Münchener zu Spiel zwei. Es war wie in jeder Best-of-Five-Serie, eine Mannschaft legt vor, die andere wird reagieren. Wir haben heute durchweg eine gute Verteidigung gespielt. Wir haben auch Fehler gemacht, aber unsere Verteidigungsleistung hat diese immer wieder ausgebügelt. Wir kennen die Klasse von München, wer jetzt glaub, dass es mehr steht als nur eins zu null, der begeht eine echte Sünde. Sie werden das Niveau heben, wir müssen dann noch besser sein als heute, um dem Stand zu halten.“

 

Brose startete furios, lag schnell zweistellig vorne (10:0, 4.). Vor allem Fabien Causeur trug sein Team im ersten Viertel. Acht Punkte erzielte der Franzose alleine in den ersten zehn Minuten. München hingegen brauchte nahezu acht, um überhaupt die ersten Zähler aus dem Feld zu erzielen (19:4, 8.). Zur Viertelpause führte Brose mit 23:10. Und die Bamberger Verteidigung stand auch im zweiten Abschnitt, zudem funktionierte die Offensive. Von jenseits der 6,75m-Linie traf Brose bis zur Pause sechs Mal, baute die Führung damit kontinuierlich aus. Nach einem Treffer von Nikos Zisis lagen die Gastgeber erstmals mit mehr als 20 Punkten vorne (36:15, 17.). Diesen Vorsprung verwaltete der deutsche Meister vor den Augen der NBA-Spieler Dennis Schröder (Atlanta Hawks) und Jakob Pöltl (Toronto Raptors) bis zur Halbzeit. Mit der Sirene traf Janis Strelnieks den Dreier zum 45:23. Auch der dritte Abschnitt bot den 6.150 frenetischen Fans in der natürlich ausverkauften BROSE ARENA alles, was Basketball attraktiv macht. Nach wie vor ließ Brose München kaum einen freien Wurf zu, im Gegenteil: die Gäste mussten sich alle Chancen hart erarbeiten. In Zahlen ausgedrückt: München traf gerade einmal neun Würfe aus dem Feld, das Ganze bei 39 Versuchen. Brose gewann daher auch Viertel Nummer drei mit 19:14 und führte vor dem Schlussabschnitt mit 64:37. Diesen Vorsprung ließen sich die Bamberger in den letzten zehn Minuten nicht mehr nehmen. Zwar schaltete Brose in der Verteidigung etwas zurück, gefährlich wurde München den Hausherren aber nicht mehr. Am Ende stand ein 82:59-Erfolg auf der Anzeigetafel, der die 1:0-Führung in der Serie bedeutet.

 

Brose Bamberg:

Causeur 16, Melli 3, Zisis 12, Staiger 5, Theis 7, Lô 13, Strelnieks 8, Harris 1, Miller 11, Kratzer, Heckmann, Radosevic 6

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