Brose Bamberg holt sich auch Halbfinale zwei

Brose Bamberg sichert sich durch einen 80:76-Sieg in München Erfolg Nummer zwei im Halbfinale und liegt nun in der Best-of-Five-Serie mit 2:0 in Führung. Es war die von Hausherren-Coach Djordjevic versprochene und von Brose-Trainer Trinchieri erwartete Antwort der Münchner nach Partie eins. Von Beginn an entwickelte sich diesmal ein Basketballspiel, das vier unterschiedliche Viertel hatte. In eins und drei dominierten die Hausherren (20:30/16:23), in zwei und vier die Gäste (21:9/23:14). Brose zeigte dabei vor allem in der Crunchtime, dass sie eine eingeschworene Einheit sind. Causeur brachte 70 Sekunden vor Schluss den Ausgleich (76:76), Strelnieks vollstreckte kurz darauf zur Führung und Miller machte mit zwei Freiwürfen in der Schlusssekunde den Deckel drauf. Durch den Sieg hat Brose nun drei Matchbälle für den erneuten Einzug ins Finale. Bester Bamberger Werfer war Fabien Causeur mit 23 Punkten.

Andrea Trinchieri: „Es war ein großartiges Playoff-Spiel, ein großartiger Fight mit tollen Comebacks. Wenn du in den Playoffs gegen einen solchen Gegner auswärts bestehen willst, musst du 40 Minuten ruhig und konzentriert spielen und auf deinen Moment warten. Das haben wir heute gut gemacht. Es waren viele harte Momente für uns im Spiel. Im ersten Viertel waren wir nicht bereit. Aber wir haben auch bei einem Elf-Punkte-Rückstand unser Spiel durchgezogen.“

 

München begann stark. Man merkte ihnen an, dass sie die Scharte aus Spiel eins auswetzen wollten (13:20, 6.). Vor allem defensiv hatte Brose im ersten Viertel Probleme, gestattete den Hausherren insgesamt 30 Punkte. Für Bamberg spielte Fabien Causeur groß auf. Zwölf Zähler von ihm bedeuteten das 20:30 nach zehn Minuten. Im zweiten Abschnitt stand dann eine ganz andere Bamberger Verteidigung auf dem Parkett. Wie letzten Sonntag nahm Brose den Münchnern nun nahezu alle freien Würfe weg. Beim Stand von 29:37 schlugen die nächsten Goldminuten von Causeur. Er brachte seine Mannschaft durch einen alleinigen 7:0-Lauf wieder zurück ins Spiel (36:37, 17.). Mit der letzten Aktion vor der Halbzeit holte sich Brose dann sogar die erstmalige Führung. Nicolò Melli traf den Dreier zum 41:39 und brachte damit die 400 mitgereisten Bamberger Fans zum Kochen, die übrige Halle zum Schweigen. Im dritten Viertel kam München offensiv wieder stärker aus der Kabine und konnte sich wiederum einen kleinen Vorsprung erspielen (44:51, 24.). Zwar blieben die Gäste, angetrieben von Nikos Zisis (sechs Assists) dran, München nahm den Vorsprung jedoch mit in den Schlussabschnitt: 57:62. Die letzten zehn Minuten entwickelten sich dann zu einem Basketballkrimi. Nach 33 Minuten lag Brose mit neun Punkten zurück, stand es 63:72. Aber Bamberg zeigte einmal mehr in dieser Saison Moral, kam durch Theis, Strelnieks und Zisis Mitte des Viertels wieder auf einen Zähler ran (71:72, 36.). Die letzten zwei Minuten waren dann Dramatik pur. München führte wieder mit 71:76. Brose aber stand bravourös in der Defense und traf vorne die richtigen Entscheidungen. Janis Strelnieks brachte Bamberg per Dreier ran, Fabien Causeur scorte mit seinen einzigen Punkten der zweiten Halbzeit den Ausgleich: 76:76, 70 Sekunden vor Ende. München hatte seine Chancen, aber Broses Verteidigung war nun hellwach; und offensiv lief das Spiel über Strelnieks. Der Lette lief fünf Sekunden vor Schluss Slalom durch die Münchner Hintermannschaft zum 76:74. Der letzte Spielzug der Hausherren – Ballverlust. Darius Miller besorgte per Freiwürfe den Endstand von 80:76.

 

Brose Bamberg:

Causeur 23, Melli 8, Zisis 8, Staiger, Theis 6, Lô 2, Strelnieks 13, Harris 2, Miller 12, Kratzer dnp, Heckmann, Radosevic 6

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