Brose Bamberg steht zum dritten Mal in Folge im Finale

Brose Bamberg hat auch das dritte Playoff-Halbfinale gegen München gewonnen und steht durch einen 76:67-Erfolg zum dritten Mal in Folge im Finale um die deutsche Basketballmeisterschaft. Grundlage für den dritten Sieg im dritten Spiel – und damit den Sweep – war eine betonharte Verteidigung in der zweiten Halbzeit. Da ließ der Titelverteidiger den Gästen gerade einmal insgesamt 22 Punkte zu. Bester Bamberger Akteur war Fabien Causeur mit 17 Zählern, vier weitere Spieler scorten zweistellig. Auf wen der deutsche Meister im Finale trifft entscheidet sich in der Serie Ulm gegen Oldenburg. Da führen die Niedersachsen momentan mit 2:1.

Andrea Trinchieri: „Heute war ein unglaubliches Spiel. Die Zuschauer haben zwei Mannschaften gesehen, die bis zum Ende gekämpft haben. München hat das Letzte aus uns herausgeholt und einen großartigen Kampf geliefert. In der 2. Halbzeit konnten wir unsere Verteidigungsleistung steigern. München hat im 3. und 4. Viertel jeweils nur elf Punkte erzielt. Es war sehr schwierig gegen diese harte Verteidigung von ihnen zu bestehen und gegen diese zu gewinnen. Die Mannschaft, die bereit ist und niemals aufgibt und zusammensteht, gewinnt Spiele wie diese.“

 

Von Beginn an war es eine hochklassige Partie, die vor allem von knallharter Defense auf beiden Seiten geprägt war. Jeder einzelne Wurf musste sich hart erarbeitet werden. München führte gleich am Anfang mit vier (0:4, 1.), später dann nochmal mit drei Punkten (6:9, 5.). Brose selbst eroberte sich den ersten Vorsprung nach knapp sieben Minuten, als Fabien Causeur per Dreier das 11:10 erzielte. Bis zum Viertelende blieb es in der mit 6.150 frenetischen Fans ausverkauften BROSE ARENA heiß und ausgeglichen: 17:17. In den zweiten zehn Minuten ließen dann beide Verteidigungsreihen etwas nach oder anders ausgedrückt: die Offensivabteilungen kamen nun besser ins Spiel. Vor allem die der Münchner, die sich drei Minuten vor der Halbzeit ihre bis dato höchste Führung herausschossen (30:36, 17.). Zur Pause lag Brose noch mit fünf Punkten zurück, stand es nach zwei Miller-Zählern kurz vor der Sirene 40:45. Das dritte Viertel dominierte dann wieder die Abwehrarbeit beider Mannschaften. Brose holte den Rückstand bis Mitte des Abschnitt auf (49:49, 25.), München schraubte ihn jedoch kurz vor Ende durch Redding wieder nach oben (51:56, 29.). Fabien Causeur war es, der mit seinem dritten Dreier des Spiels seine Mannschaft wieder auf zwei Punkte ran brachte: 54:56. Der Bamberger Abwehrbeton hielt auch in den letzten zehn Minuten. Wie schon im Viertel zuvor erlaubte der deutsche Meister seinem Gegner nur elf Punkte. Selbst zog Brose offensiv nochmals an. In Minute 31 gingen die Hausherren durch Causeur wieder mit  in Führung: 58:56. Diese ließen sie sich bis zum Schluss nicht mehr nehmen. Zwar kam München zwischenzeitlich nach einem Sechs-Punkte-Rückstand wieder auf zwei ran (66:64, 37.), zum Ende hin aber hatte der Titelverteidiger alles im Griff. Nikos Zisis traf den Dreier anderthalb Minuten vor Ende zum 71:64 und brach damit endgültig den Münchner Widerstand. Durch den 76:67-Erfolg steht Brose Bamberg zum dritten Mal in Folge im Finale um die deutsche Meisterschaft. Dort geht es am kommenden Sonntag gegen den Gewinner der Partie Ulm vs. Oldenburg.

 

Brose Bamberg:

Causeur 17, Melli 8, Zisis 14, Staiger 1, Theis 10, Lô, Strelnieks 13, Harris 2, Miller 11, Kratzer dnp, Heckmann, Radosevic

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