"Wir können uns auf momentan funktionierende Lösungen nur bedingt verlassen"

Vor nun mehr einem Jahr fand das letzte BBL-Spiel vor Fans statt. Profi-Basketball ohne Zuschauer, das ist nicht nur eine Veränderung für die Spieler, sondern für alle Beteiligten. Doch was genau hat die neue Situation verändert und was kann man aus "ein Jahr ohne" lernen? In Kurzinterviews erzählen vier Mitarbeiter*innen der Brose Bamberg Geschäftsstelle von ihren Erfahrungen.

Wie hat sich die Arbeit im Merchandising durch „ein Jahr ohne“ verändert?

Natürlich haben wir Umsatzeinbußen im Vergleich zum Vorjahr, nachdem uns die physischen Verkaufsmöglichkeiten, vor allem an Spieltagen, wegfallen. Unser Onlineshop ist naturgemäß mehr in den Fokus gerückt – das freut uns. Zum einen haben wir hier viele Prozesse im Hintergrund effizienter aufgestellt und können unseren Kunden online einen deutlich besseren Service bieten. Zum anderen ist auch die Akzeptanz der Fans für das Online Shopping gewachsen – das sehen wir ebenfalls als positive Entwicklung, weil es uns neuen Austausch und eine Kommunikation zu unseren Fans ermöglicht. 

Gibt  es Projekte, die aufgrund von „ein Jahr ohne“ entstanden sind bzw. ins Wasser gefallen sind? 

Ich würde nicht sagen, dass Projekte nur aufgrund von „ein Jahr ohne“ entstanden sind (mit einer Ausnahme: unser Mund-Nasen-Schutz) oder deswegen ins Wasser gefallen sind. Wir haben schon vor Beginn jeden Jahres einen ziemlich konkreten Plan mit Produkten und Aktionen, den wir immer wieder aktuellen Entwicklungen anpassen. Dazu entwickeln wir stetig weitere Ideen und Konzepte, die unseren Fans und Partnern einen Mehrwert bieten könnten und passen unsere Planungen dementsprechend an. Jetzt waren bzw. sind wir zu mehr Anpassung als gewöhnlich gezwungen – das war und ist eine spannende Herausforderung. 

Hast du ein „Learning“, das du aus der Zeit mit in die „normale“ Saison nimmst? 

Das größte Learning für alle ist, dass wir uns auf momentan funktionierende Lösungen nur bedingt verlassen können und dass wir stetig nach neuen Konzepten und Möglichkeiten suchen müssen, die uns weiterbringen bzw. in unserem Fall vor allem Fans und Sponsoren von Vorteil sein können. Das bedeutet für uns, dass wir viele Dinge immer wieder hinterfragen und nicht davor scheuen dürfen, Neues auszuprobieren. Auf digitale Lösungen werden wir dabei ebenso wenig verzichten können wie auf viele treue Anhänger und Partner; für diese Loyalität und Unterstützung sind wir wahnsinnig dankbar. 

Merchandising

Julian Schmidpeter
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