Achter Titel vor den Augen und Ulm vor der Brust

Am Sonntag ab 15 Uhr hat der amtierende Deutsche Meister die Gelegenheit, mit dem dritten von drei nötigen Siegen über ratiopharm ulm seinen Titel zu verteidigen und kann sich zum achten Mal in der Vereinsgeschichte – nach 2005, 2007, 2010, 2011, 2012, 2013, 2015 – die Meisterschaft sichern. Telekombasketball eröffnet den Finalfight um 14.45 Uhr: Frank Buschmann kommentiert das Spiel und Michael Körner führt die Field-Interviews.

In einem hochdramatischen Finish setzten sich die Brose Baskets am Mittwoch in der ratiopharm arena in Neu-Ulm mit 92:90 durch. Der letztjährige Finals- und diesjährige Hauptrunden-MVP Brad Wanamaker traf den Gamewinner elf Sekunden vor Schluss. Die anschließenden Versuche von Da’Sean Butler – der zuvor fünf von fünf seiner Drei-Punkte-Würfe versenkt hatte – und Topscorer Per Günther verfehlten den Bamberger Korb.

Die Fingernägel der meisten Brose-Fans dürften am Sonntag immer noch zu kurz sein, um im Falle eines Falles genügend Material für einen weiteren „Nail-biter“ zu liefern. Aber genau das erwarten beide Trainer. Andrea Trinchieri sagte nach dem Sieg: „Ulm verdient unseren größten Respekt. Sie haben großartig gespielt. Und nichts anderes erwarte ich auch am Sonntag.“ Sein Gegenüber Thorsten Leibenath: „Am Sonntag werden wir dann nochmal alles geben. Wir wollen die Serie zurück nach Ulm holen.“

Wer gedacht hatte, dass die Finalserie ebenso von einer Bamberger Dominanz geprägt sein würde, wie das Viertelfinale gegen Würzburg (3:0) und das Halbfinale gegen München (3:0), der sieht sich bisher getäuscht. Beide Teams lieferten sich in den vorangegangenen zwei Spielen jeweils einen großen sportlichen Kampf, in dem jede Lässigkeit bestraft wurde. Auch wenn am Sonntag nahezu alles für die Brose Baskets spricht, zeichnet sich die Serie gerade dadurch aus, dass das Ulmer Team um Point Guard Per Günther sich allen Wahrscheinlichkeiten widersetzt und mit inzwischen nur noch sieben eingesetzten Spielern in sein elftes Playoff-Spiel der Saison geht.

Die Brose Baskets haben in eigener Halle bisher 22 von 22 Bundesligaspielen gewonnen. In den Playoff-Heimspielen brachten sie im Schnitt 28 Punkte Differenz zwischen sich und den Gegner. Seit der Spielzeit 1995/96 hat Ulm kein Playoff-Spiel – geschweige denn eine Serie – gegen Bamberg gewinnen können. Aber all das zählt nicht, wenn der letzte Wurf trifft. Und darauf werden die Ulmer bauen.

Nicolò Melli: „Ich hoffe, es wird am Sonntag nicht noch einmal so hart und eng, wie am Mittwoch. Aber die Ulmer werden uns sicherlich nichts schenken. Dennoch: wir spielen Zuhause und haben jetzt natürlich eine große Chance die Serie zu beenden und Meister zu werden.“

Die Brose Baskets haben sich am Donnerstagnachmittag eine lockere Regenerations-Einheit gegönnt, bevor es am heutigen Freitag und Samstag wieder „im Büro“, sprich in der Trainingshalle zur Sache geht.

Neben 300 Ulmer Fans hat sich für den ersten Matchball auch bayerische Politprominenz angesagt. Während Staatsministerin und MdL Melanie Huml die Spiele der Brose Baskets so oft es ihre Zeit zulässt aus dem Fanblock verfolgt, verspürt Staatsminister Markus Söder zum ersten Mal in dieser Spielzeit #BAMORE.

Telekombasketball.de zeigt alle Partien der Brose Baskets live. Radio Bamberg berichtet ebenfalls live vom Spielfeldrand. Ausführliche Berichterstattung rund um die Brose Baskets immer auf brosebaskets.tv und auf den Accounts der Brose Baskets in den sozialen Netzwerken. Tickets und Informationen zu Ticketpaketen sowie zu den Heimspielen der Brose Baskets gibt es auf brosebaskets.de. Karten auch auf eventim.de, im Kartenkiosk an der brose ARENA (0951 – 2 38 37) sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen und an der Tageskasse. Telefonische Kartenbestellungen unter 01805 – 350 000 (0,14 €/Min. inkl. MwSt., Mobilfunkpreise max. 0,42 €/Min. inkl. MwSt.).

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