Attraktive Gegner für Brose Bamberg in der Basketball Champions League

Brose Bamberg hat bei der heutigen Auslosung der Gruppenphase der Basketball Champions League 2019/2020 namhafte Gegner zugelost bekommen. So muss der neunmalige deutsche Meister in Gruppe C unter anderem nach Teneriffa, Riga und Nymburk.

Arne Dirks: „Es ist eine starke Gruppe mit attraktiven Reisezielen für unsere Fans. Teneriffa und Nymburk kennen wir, auf die anderen Teams freuen wir uns. Die Gruppe zeigt, was die Basketball Champions League ausmacht: Vielfalt und sportliche Ausgeglichenheit.“

Die komplette Gruppe C:

Brose Bamberg, Iberostar Teneriffa, CEZ Nymburk, VEF Riga, Peristeri, Gaziantep, Qualifikant, Qualifikant

Der erste Spieltag findet am 15. oder 16. Oktober statt.

Die Mannschaften in der Kurzzusammenfassung:

CEZ Nymburk (Tschechien): Der amtierende tschechische Meister trat bereits in den letzten drei Spielzeiten in der BCL an, musste aber zunächst in den Pre-Playoffs bzw. in der vorletzten Saison im Achtelfinale gegen den späteren Meister AEK die Segel streichen. Letzte Spielzeit war bereits in der Gruppenphase Schluss. Seine europäischen Spiele trägt der Serienmeister (2004-2019) und 13-fache Pokalsieger in der 12.000 Zuschauer fassenden Tipsport Arena in Prag aus. Beide Teams trafen sich bereits letzte Saison in Gruppe C, mit dem besseren Ende beides Mal für Brose.

Gaziantep Basketbol (Türkei): Gaziantep ist einer der jüngsten Vereine des Wettbewerbs, wurde erst 2007 gegründet. 2010 gelang der Aufstieg in die zweite türkische Liga, ein Jahr später der Sprung ins Oberhaus. Nachdem der Hauptsponsor, ein Teppichunternehmen, finanzielle Probleme bekam, stand es 2017 nicht gut um den Club, der es allerdings aus eigener Kraft geschafft hat, dem Konkurs zu entgehen. Letzte Saison schloss der Verein auf Platz fünf nach der Hauptrunde ab, musste sich im Viertelfinale nur knapp Galatasaray Istanbul geschlagen geben. Die kommende Spielzeit ist nach der Teilnahme an der EuroChallenge 2013 der zweite internationale Auftritt der Mannschaft aus der Stadt nahe der syrischen Grenze.

Iberostar Tenerife (Spanien): Die Spanier sind Träger eines historischen Titels: Sie gewannen 2016/17 die Premierensaison der Basketball Champions League (gegen Banvit). In der abgelaufenen Saison kam das Aus erst im Finale gegen Bologna. In der ACB verpasste Teneriffa als Neunter die Playoffs. Der Gewinn der Champions League ist neben dem Gewinn des Copa de la Príncesa de Asturias, der nur für Zweitligateams offen ist, der einzige Titel. Der Club wurde ursprünglich als CB 1939 Canarias gegründet, weshalb für deutsche Hörgewohnheiten hohe Verwechslungsgefahr mit dem jüngeren und wesentlich erfolgreicheren CB Gran Canaria besteht.

Peristeri Vikos Cola (Griechenland): Der Verein aus dem gleichnamigen Athener Vorort gehörte in den 1990er Jahren zu den erfolgreichsten Clubs Griechenlands. 2000 war Peristeri eines der Gründungsmitglieder der EuroLeague, stellte zudem mit Alphonso Ford den besten Korbjäger der Premierensaison. Es folgten weitere Teilnahmen in der EuroLeague, in der FIBA EuroChallenge und dem FIBA EuroCup, ehe 2004 eine Insolvenz für den Zwangsabstieg sorgte. Nach Jahren der Konsolidierung spielt die Mannschaft nun wieder eine gewichtige Rolle in Griechenlands erster Liga, in der sie letzte Saison Platz vier belegte.

VEF Riga (Lettland): VEF Riga ist der älteste lettische Basketballverein. Der Name stammt vom gleichnamigen Hersteller von Rundfunkgeräten (Valsts Elektrotehniskā Fabrika), der den Club 1929 gründete. Der Verein hat eine bewegte Geschichte, wurde nach Ende der Sowjetunion 1992 sogar aufgelöst. 2007 erfolgte die Neugründung. Seitdem stehen fünf Meisterschaften zu Buche, die letzte in der vergangenen Saison durch einen 4:1-Erfolg über Ventspils. In der VTB-League, einer Liga der besten Mannschaften Osteuropas, belegte das Team am Ende Platz zehn. Seine Heimspiele trägt der Club in der über 11.000 Zuschauer fassenden Arena Riga aus.

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