Aus im Halbfinale: Brose Bamberg unterliegt Berlin

Brose Bamberg unterlag im Halbfinale des MagentaSport BBL Pokals ALBA BERLIN mit 66:82. Den Gästen genügten sieben gute Minuten im dritten Viertel, wo sie durch einen 17:0-Lauf Brose einen 41:66-Rückstand zufügten, von dem sich der noch amtierende Pokalsieger nicht mehr erholte. Vor allem beim Rebound waren die Bamberger an diesem Abend nachlässig (29/38), ließen Berlin zu oft zu zweiten und dritten Chancen kommen, die diese alleine zu 18 Punkten nutzten. Bester Bamberger Werfer war Bryce Taylor mit 15 Zählern.

Roel Moors: „Glückwunsch an ALBA BERLIN. Nur ein Team hat heute den Sieg verdient. Wir haben vor dem Spiel über drei Dinge gesprochen, die wir ihnen wegnehmen wollten: Transition, Offball-Movement/Curling und die Offensivrebounds. Wir haben nichts davon geschafft. Eventuell habe ich auch auf die verkehrten Dinge gesetzt. Sie waren trotz ihres straffen Spielplans aggressiver, das ist nicht akzeptabel. Sie sind eine Mannschaft, die jeden kleinen Fehler bestraft und im dritten Viertel haben sie nahezu jeden Wurf getroffen und wenn nicht, dann den Rebound geholt. In der ersten Hälfte konnten wir uns gute Situationen im Angriff erspielen, das war im dritten Viertel nicht mehr der Fall.“

5.775 Zuschauer sahen ein ausgeglichenes erstes Viertel. Brose traf schnell zwei Dreier, Berlin versuchte es eher mit Pässen unter den Korb – beides war erfolgreich (10:10, 5.). Nach einem Giedraitis-Dreier lag Berlin kurzzeitig mit drei Punkten vorne, die höchste Führung eines der beiden Teams im ersten Viertel (10:13, 6.). Marei, Sengfelder und Harris punkteten bis Ende des Abschnitts noch für Brose, Eriksson und Giffey für Berlin zum 15:18 nach zehn Minuten.

Auch zu Beginn des zweiten Viertels blieb es eine ausgeglichene, umkämpfte Pokalpartie. Bryce Taylor traf bis Mitte des Abschnitts zwei Dreier, Harris und Atkins aus der Nahdistanz. Aber auch Berlin blieb im Spiel, schaffte es vor allem immer wieder durch gute Reboundarbeit zu zweiten Chancen (29:29, 15.). Gegen Ende des Abschnitts kontrollierten dann die Gäste immer mehr das Geschehen, konnten sich mit neun Punkten absetzen (33:42, 19.). Kurz vor der Sirene traf Bryce Taylor seinen dritten Dreier des Tages und verkürzte den Halbzeitrückstand damit auf sechs Zähler: 36:42.

Das dritte Viertel war dann eines zum Vergessen für Brose Bamberg. Kein Zugriff mehr, zu viele Chancen ungenutzt, in der Verteidigung zu weit weg, nach wie vor schlechtes Reboundverhalten – Berlin zog mit einem zwischenzeitlichen 17:0-Lauf deutlich weg. Bamberg lag nach gut 28 Minuten mit 43:66 hinten. Eine Zahl, die das Kräfteverhältnis verdeutlicht: Die Gäste holten alleine im dritten Viertel zwölf Rebounds, Brose lediglich drei. Der Abschnitt ging mit 28:7 an Berlin, die beim Stand von 43:70 aus Bamberger Sicht mit einem 23-Punkte-Vorsprung in den Schlussabschnitt gingen.

Die Partie war spätestens nach Mattisecks Vier-Punkte-Spiel acht Minuten vor Ende endgültig entschieden: 46:79. Der Rest war Ergebniskosmetik der Bamberger, denen man immerhin zugutehalten muss, dass sie sich im letzten Viertel nicht gänzlich ihrem Schicksal hingaben, sondern nochmals – wenn auch aussichtslos – dagegenhielten. Den Schlussabschnitt gewannen die Hausherren mit 23:12, auch die Rebounds gingen mit 16:8 an Brose. All das änderte jedoch nichts an der Niederlage. Mit 66:82 gewann ALBA BERLIN und zog damit verdientermaßen ins MagentaSport BBL Pokalfinale gegen Oldenburg ein.

Brose Bamberg:

Lee 8, K. Taylor 5, McLean 2, Plescher dnp, Olinde 9, Seric dnp, Harris 8, Obasohan 4, Sengfelder 9, B. Taylor 15, Marei 4, Atkins 2

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