Brose Bamberg besiegt AEK Athen

Brose Bamberg hat das Viertelfinalhinspiel der Basketball Champions League gegen AEK Athen mit 71:67 gewonnen und geht damit mit einem Vier-Punkte-Polster ins Rückspiel nächste Woche. Vor allem defensiv zeigte der Pokalsieger eine starke Leistung und sicherte sich am Ende verdientermaßen den wettbewerbsübergreifend zwölften Sieg in Folge. Drei Bamberger punkteten zweistellig. Cliff Alexander war mit 19 Zählern Topscorer.

Federico Perego: „Wir sind mit der richtigen Einstellung ins Spiel gegangen und haben über 40 Minuten sehr stark verteidigt. Am Anfang haben wir einige leichte Würfe verfehlt, weil wir es zu eilig hatten. Aber das passiert. Wir wussten, dass es ein harter Kampf werden würde. Es ist Athen, der amtierende Champion, ein sehr talentiertes Team, dazu sehr gut gecoacht. Wir sind zufrieden mit dem Ergebnis und der Art und Weise, wie wir gespielt haben. Es gibt neue 40 Minuten in Athen. Dort werden wir wieder versuchen zu konkurrieren und sehen, was am Ende dabei herauskommt.“

Die Hiobsbotschaft gab es bereits vor Spielbeginn: Elias Harris hatte sich nach dem Abschlusstraining am Nacken verletzt und konnte nicht eingesetzt werden. Aber auch ohne ihn legte Brose hervorragend los. 8:0 stand es nach fünf Minuten. Dabei ließen die Hausherren noch viele, zum Teil offene Würfe liegen, verteidigten jedoch sehr stark. Acht Minuten waren gespielt, ehe Athen die ersten Punkte erzielen konnte. Allerdings fiel bei Bamberg weiterhin wenig, die Griechen kamen heran, so dass Viertel Nummer eins mit dem Lowscore von 11:10 endete.

Im zweiten Abschnitt war es dann eine ausgeglichene Partie, die nach wie vor beide Verteidigungsreihen dominierte. Cliff Alexander, der durch den Harris-Ausfall nach Rice die meiste Bamberger Spielzeit bekam, dunkte es durch immer wieder sehenswerte Aktionen und starkes Inside-Spiel. Durch zwei erfolgreiche Freiwürfe brachte er seine Mannschaft Mitte des Viertels wieder mit sechs Punkten in Front: 22:16. Es folgte jedoch ein 6:0-Lauf der Gäste, die erstmals in der Partie ausgleichen konnten (22:22, 16.). Es blieb auch in der Folgezeit dabei: Brose nutzte seine Offensivchancen nur unzureichend. Durch zwei Freiwürfe gelang Athen kurz vor der Pause die erstmalige Führung, die die Griechen auch mit in die Kabine nahmen: 28:30.

Im dritten Viertel fanden beide Teams nun auch offensiv immer besser ihren Rhythmus. Zunächst die Gäste, die zwischenzeitlich auf fünf Punkte davonzogen (31:36, 23.). Fünf Zähler in Folge von Tyrese Rice – im ersten Viertel noch ohne erfolgreichen Abschluss – sorgten für den Ausgleich (36:36, 25.). Athen aber blieb am Zug, auch weil die Griechen es schafften, Vince Hunter immer wieder ins Spiel zu bekommen. Dennoch lag Brose eine Minute vor Viertelende durch einen erfolgreichen Rubit-Wurf mit 49:47 vorne. Ein Dreier von Sant-Roos brachte Bamberg jedoch nach 30 Minuten wieder einen kleinen Rückstand ein: 49:50.

Patrick Heckmann holte die Führung aber per Dreier nach gut zwei Minuten im Schlussabschnitt wieder auf Seite der Gastgeber: 54:52. Rubit und ein Taylor-Dreier bauten sie in der Folgezeit auf fünf Punkte aus (61:56, 34.). Neun Zähler lag Brose dann sogar dreieinhalb Minuten vor dem Ende vorne, nachdem Alexander, Hickman und Rice einen 6:0-Lauf herbeiführten: 67:58. Athen aber bekam die zweite Luft, konnte den Bamberger Vorsprung verkürzen. Am Ende gewann Brose Bamberg mit 71:67 und geht nun mit einem Vier-Punkte-Polster ins Rückspiel nächsten Mittwoch in Athen.

Brose Bamberg:

Hickman 12, Rice 7, Zisis 4, Stuckey, Schmidt, Olinde 6, Harris dnp, Rubit 12, Alexander 19, Heckmann 8, Taylor 3, Kulboka dnp

Komplette Statistiken gibt es hier.

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