Brose Bamberg besiegt Bayreuth

Brose Bamberg hat sich durch den 88:73-Erfolg über medi bayreuth im Nachholspiel des 18. Spieltags der easyCredit BBL nicht nur für die Hinspielniederlage revanchiert, sondern sich auch den direkten Vergleich gegen den oberfränkischen Nachbarn gesichert. Dabei sah es zeitweise nicht gut aus für den deutschen Meister, der zur Pause mit acht Punkten zurücklag (35:43). Ein in der zweiten Hälfte aber begeistert aufspielender Augustine Rubit sorgte mit dafür, dass Brose das Parkett am Ende als Sieger verließ. Rubit war für insgesamt 29 Zähler gut. Dazu punkteten Zisis (16), Wright (15) und Hackett (10) zweistellig.

Luca Banchi: „Glückwunsch an Bayreuth für das gezeigte Spiel. Sie haben uns zu Beginn sehr in Schwierigkeiten gebracht und unseren Zug zum Korb durch gute Verteidigung verhindert, uns so zu Würfen von außen gezwungen, die leider nicht gefallen sind. Wir sind sehr fokussiert in diese Partie gegangen und wollten unbedingt gewinnen. Leider haben wir es allerdings nicht geschafft, diesen Willen aufs Spielfeld zu bringen. In der 2. Halbzeit haben wir besser getroffen und uns die Wege zum Korb durch bessere Ballbewegung erarbeitet. Bayreuth hat nur noch zwei Fastbreak-Punkte erzielt. Wir haben am Ende unsere Erfahrung ausgespielt, richtige Entscheidungen getroffen und somit das Spiel gewonnen.“

Brose fand gut ins Spiel, lag schnell mit 5:0 vorne. Der Fünf-Punkte-Vorsprung hatte auch Mitte des Viertels Bestand (10:5, 6.). Bayreuth glich durch einen 5:0-Lauf aus und ging kurz darauf durch einen Linhart-Dreier erstmals in Führung (12:13, 8.). Die nahmen sie beim Stand von 14:17 auch mit in den zweiten Abschnitt.

Dort stand Brose – wie schon in den letzten Spielen auch – immer mal wieder schlecht in der Verteidigung. Das nutzte Bayreuth aus, vor allem von jenseits der Dreierlinie. Nach zwei verwandelten in Folge führten die Gäste erstmals zweistellig (27:37, 16.). Zwar lief es hinten nicht für den deutschen Meister, dafür fielen vorne jetzt – auch wenn es Bayreuth immer wieder schaffte Brose vom Korb wegzuhalten – zumindest ebenfalls die Distanzwürfe. Maodo Lô und Dorell Wright sorgten bis zur Pause dafür, dass Bamberg in einigermaßen Schlagdistanz blieb: 35:43.

Im dritten Viertel dann eine scheinbar ausgewechselte Brose-Mannschaft. In der Verteidigung wurden nun Stopps produziert, vorne fielen auch die Inside-Punkte. Die Folge war 9:0-Lauf und die Führung (44:43, 23.). Die holte sich Bayreuth zwar zum Ende des Abschnitts durch zwei weitere Dreier wieder zurück, aber Brose und seine Fans waren nun drin im Spiel und im Derbyfieber. Vor den letzten zehn Minuten lagen die Hausherren mit zwei Zählern zurück: 58:60.

Im letzten Viertel spielte dann Augustine Rubit groß auf. Ihm gelang nahezu alles. Am Ende sollte er auf 29 Punkte kommen (24 davon in der zweiten Halbzeit und 16 alleine im vierten Viertel), das bei nur einem einzigen Fehlwurf. Angetrieben von Nikos Zisis, Daniel Hackett und dem unermüdlichen Ali Nikolic (spielte die komplette zweite Hälfte durch) spielte sich Brose in einen kleinen Rausch. Zwei Minuten vor Schluss war beim 82:71 durch Zisis sogar der direkte Vergleich bei Bamberg. Am Ende gewann Brose das Oberfrankenderby mit 88:73. In der Tabelle liegt der deutsche Meister nun mit 17:11-Siegen gleichauf mit Bayreuth und Bonn, hat im Dreiervergleich jedoch die schlechteste Bilanz und bleibt somit vorerst auf Platz sieben.

Brose Bamberg:
Hackett 10, Wright 10, Zisis 15, Nikolic 6, Staiger, Wolf dnp, Lô 9, Olinde, Edigin dnp, Rubit 29, Musli, Radosevic 3

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