Brose Bamberg besiegt die BG Göttingen

Brose Bamberg hat am 6. Spieltag der easyCredit Basketball Bundesliga den fünften Sieg eingefahren und gegen die BG Göttingen mit 89:82 die Oberhand behalten. Einmal mehr war es eine gute Teamleistung, die für den Sieg verantwortlich war. Jeder Brose-Spieler punktete, dazu gab es 35 Rebounds und 25 Assists. Lediglich die 18 Ballverluste waren am Ende ein paar zu viel. Bester Bamberger Werfer war Tre‘ McLean mit 19 Zählern.

Roel Moors: „Ich freue mich über den Sieg. Wir haben uns gut vorbereitet und wissen, dass Göttingen besser ist als der Tabellenstand aussagt – unterschätzt haben wir sie auf jeden Fall nicht. Wir müssen noch lernen ein komplettes Spiel auf gutem Level zu agieren und nicht vier Minuten gut und zwei Minuten schlecht. Das müssen wir ändern und die 18 Ballverluste sind natürlich zu viel. Auf der anderen Seite haben wir 25 Assists verbucht und den Ball teilweise im Angriff gut bewegt.“

Paris Lee per Dreier eröffnete die Partie, die in der Anfangsphase geprägt war von Distanzwürfen. Nach Lee trafen in den ersten zwei Minuten unter anderem noch Lockhart für Göttingen und Weidemann und Olinde für Brose: 11:7. Nach zwei Punkten von Hundt drehten die Bamberger mit einem 10:0-Lauf auf und führten Mitte des Viertels erstmals zweistellig: 21:9. Es blieb beim munteren Dreierschießen, denn zweimal traf noch Tre‘ McLean, dazu Allen und Andric für die Gäste (27:17, 9.). Die letzten Punkte des ersten Viertels gingen auf das Konto von Retin Obasohan, der sich schön durchsetze und zum 29:17 nach zehn Minuten abschloss.

Die Feldwurfquote blieb auch im zweiten Abschnitt auf beiden Seiten hoch. Zur Halbzeit sollte Bamberg 62% getroffen haben, Göttingen immerhin 48%. Daher blieb es auch eine einigermaßen knappe Angelegenheit für die Hausherren, die es nämlich nicht schafften ihren Vorsprung kontinuierlich auszubauen. Im Gegenteil: immer wieder leichte Ballverluste – zur Halbzeit waren es bereits zehn – kosteten Spielrhythmus und ließen die Niedersachsen zu einfachen Punkten kommen. Und dennoch, Bamberg behielt den Vorsprung auch in den zweiten zehn Minuten durchgängig. Ein Dreier von Kameron Taylor beendete das zweite Viertel und brachte Brose mit einer 51:44-Führung in die Halbzeit.

Das dritte Viertel begann zäh. Oder anders gesagt: beide Verteidigungsreihen waren auf der Höhe des Geschehens. Die Folge: nach 26 Minuten stand es erst 8:6 oder insgesamt 59:48. Die verbleibenden vier Minuten fanden dann allerdings beide Offensiven ihren Rhythmus. Etwas besser dabei die der Gäste, die durch einen zwischenzeitlichen 12:0-Run nicht nur rankamen, sondern durch einen Lasisi-Dreier kurz vor Ende des Abschnitts erstmals seit den Anfangsminuten wieder ausgleichen konnten: 64:64. Wie schon Ende des ersten Viertels, war es wiederum Retin Obasohan, der sich ein Herz fasste und die letzten Zähler des dritten Abschnitts zum 66:64 erzielte.

Auch im letzten Viertel blieb es eine umkämpfte Partie. Göttingen war jetzt gut im Spiel, traf weiterhin seine Würfe; Brose im Gegenzug tat sich erst einmal weiter schwer. Und dennoch: es macht eine gute Mannschaft aus, auch aus schwierigen Phasen wieder herauszukommen. Dass Bamberg dieses Prädikat bereits in dieser frühen Saisonphase hat, haben die Mannen von Roel Moors schon mehrfach bewiesen. So auch an diesen Nachmittag. Elias Harris und ein weiterer Dreier von Tre‘ McLean sorgten 120 Sekunden vor dem Ende für das 81:75. Den Vorsprung brachte Brose dann auch über die Ziellinie, gewann am Ende verdientermaßen mit 89:82 und feierte damit wettbewerbsübergreifend den dritten Sieg in Folge, den fünften in der BBL.

Brose Bamberg:

Lee 6, Weidemann 3, K. Taylor 7, Stuckey 3, McLean 19, Olinde 5, Harris 6, Obasohan 8, Carrera 4, Sengfelder 16, B. Taylor 1, Marei 10

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