Brose Bamberg gastiert in Frankfurt

Brose Bamberg reist am Donnerstag (19 Uhr, live auf MagentaSport.de) zu den FRAPORT SKYLINERS. Das Spiel des aktuell Tabellenfünften beim -zwölften ist eine Nachholpartie des 2. Spieltags der easyCredit Basketball Bundesliga.

Spiele in Frankfurt waren für Bamberg noch nie leicht. Zwar konnte Brose bislang von 57 Partien 36 – und damit 15 mehr als die Hessen – für sich entscheiden, anders sieht es jedoch in fremder Halle aus. Da ist die Bilanz – eine der wenigen insgesamt in der BBL – negativ. Zwölf Siegen stehen 14 Niederlagen gegenüber. Die letzte setzte es vor ziemlich genau einem Jahr. Am 22. April 2018 verlor Brose am 31. Spieltag der vergangenen Saison mit 72:83. Philipp Scrubb erzielte damals 33 Punkte für die Gastgeber und schoss Bamberg praktisch im Alleingang ab. Scrubb spielt mittlerweile in Sankt Petersburg und ist damit ebenso wie der damalige Bamberger Topscorer Dejan Musli schon lange nicht mehr Teil des jeweiligen Kaders. 

Apropos Kader: den haben die FRAPORT SKYLINERS letzte Woche nochmals ergänzt. Für die verbleibenden Spiele der Saison haben die Hessen Andrej Mangold, den ehemaligen Bonner und Würzburger, unter Vertrag genommen. In den vergangenen Monaten kurierte er neben seiner Kreuzbandverletzung auch diverse Singleherzen. Beide Heilungen liefen planmäßig, so dass er, frisch verliebt, wohl am Donnerstag sein Comeback in der Basketball Bundesliga feiern wird. Ein Wiedersehen wird es für die mitreisenden Bamberger Fans auch mit Leon Kratzer geben. Der spielt momentan für seinen neuen Arbeitgeber stark auf und hatte mit einem erneuten Double-Double (21/11) großen Anteil am Sieg seiner Frankfurter letztes Wochenende in Jena. Durch den Erfolg kommt in Hessen auch der Glaube an die Playoff-Plätze zurück. Momentan auf Platz zwölf liegend, sind es dennoch nur noch sechs Punkte Rückstand auf Platz acht, der aktuell von s.Oliver Würzburg eingenommen wird. Bester Werfer in der bisherigen Saison ist Tylor Larson mit 15,6 Punkten im Schnitt. Kratzer holt mit 7,3 durchschnittlich die meisten Rebounds, Larson wiederum ist mit 5,2 der beste Vorlagengeber. Quantez Robertson, Skyliner Urgestein, ist nach wie vor eine Konditionsmaschine. Er spielt durchschnittlich knapp 35 Minuten, erzielt dabei elf Punkte, holt sechs Rebounds und gibt vier Assists.

Die Statistiken der bisherigen Saison sprechen überwiegend für Brose Bamberg. So erzielen die Gäste durchschnittlich mehr Punkte (88,6/79,1), treffen besser aus dem Feld (50,0%/45,2%) und von jenseits der Dreierlinie (37,2%/35,8%). Von der Freiwurflinie ist Brose sowieso das bislang stärkste Team der BBL mit 82,5%. Im Vergleich: Frankfurt kommt auf 73,7% getroffener Freiwürfe. Rebounds holen die Hausherren mit 36 gut zwei mehr als Bamberg, die verteilen dafür mit 21 Assists rund drei mehr als ihr Gegner. Dass man sich von Statistiken aber nicht täuschen lassen darf, hat das letzte Auswärtsspiel in Oldenburg gezeigt. Auch da sprachen die Quoten mehrheitlich für Brose, der Ausgang ist bekannt.

Brose Bamberg fährt mit einem Sieg im Gepäck in die Mainmetropole. Am Sonntag gewann die Mannschaft von Federico Perego – ohne den pausierenden Tyrese Rice und den erkrankten Maurice Stuckey – gegen Crailsheim. Ricky Hickman stach aus einem guten Kollektiv mit einem Double-Double (19/10) hervor und war nur vier Rebounds vom Triple-Double entfernt. Nikos Zisis verbuchte seinen 500. Assists in der BBL. Crailsheims Head Coach Tuomas Iisalo hatte die Stärken Broses in der Pressekonferenz kompakt auf den Punkt gebracht: „Insgesamt war uns Bamberg im Inside- und Outside-Spiel überlegen.“ Darauf gilt es aufzubauen. Trotz seines Aussetzens gegen die Merlins ist Tyrese Rice über die gesamte Saison gesehen bisher Bambergs bester Werfer mit durchschnittlich 15,2 Punkten. Ihm folgt Augustine Rubit mit 14,6 Zählern. Cliff Alexander greift mit im Schnitt 5,5 die meisten Rebounds, wiederum Rice verteilt mit 6,6 die meisten Assists.

Federico Perego: „In Frankfurt ist es immer schwer zu spielen. Sie kämpfen um die Playoffs, werden daher alles in dieses Spiel investieren. Vor allem defensiv sind sie stark. Das wiederum ist etwas, was wir wieder verbessern müssen. Wir müssen es schaffen, in der Verteidigung wieder in die Spur zu kommen. Darauf liegt unser Augenmerk. Offensiv werden wir versuchen, ihnen unser Spiel aufzudrücken, und das am besten fokussiert über die vollen 40 Minuten.“

Zeit die Osterfeiertage zu genießen bleibt für Brose Bamberg kaum. Bereits am Ostersonntag muss das Team bei den MHP RIESEN Ludwigsburg antreten. Das nächste Heimspiel steigt dann am darauffolgenden Freitag gegen die Basketball Löwen Braunschweig.

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