Brose Bamberg geht mit Sieg über Hamburg in die Länderspielpause

Brose Bamberg setzte sich am 20. Spieltag der easyCredit Basketball Bundesliga mit 77:66 gegen die Hamburg Towers durch und geht somit mit einem Erfolgserlebnis in die nun anstehende gut zweieinhalbwöchige Pokal- und Länderspielpause. Die Gastgeber hatten das Spiel über weite Strecken unter Kontrolle, sahen sich jedoch nach einem zwischenzeitlichen Zwölf-Punkte-Vorsprung (62:50, 31.) vier Minuten vor Schluss plötzlich mit einem Zähler in Rückstand (64:65). Es folgte jedoch ein 13:1-Lauf und damit der elfte Saisonsieg. Bester Werfer war Retin Obasohan mit 15 Punkten.

Roel Moors: „Ich bin heute zufrieden mit dem Sieg, mit der Leistung weniger. Wir haben es uns wieder selbst schwer gemacht und keine Konstanz im Spiel gefunden. Wir machen zu viele Fehler und sind im Angriff und der Verteidigung nicht aggressiv genug. Wir hatten wieder nur elf Freiwürfe, das müssen wir besser machen. Jetzt gilt es die Pause zu nutzen, neue Dinge auszuprobieren und alte zu verbessern. Wir müssen unsere Konstanz finden und unsere Fehler eliminieren.“

Die Hausherren taten sich zu Beginn der Partie schwer, fanden vor allem offensiv nur langsam hinein. Nach dreieinhalb Minuten war es ein Weidemann-Dreier, der die erste Bamberger Führung brachte: 5:4. Die wechselte aber sofort wieder und sollte erst nach einem 7:0-Run Mitte des Abschnitts wieder auf Seite der Hausherren kommen (16:12, 7.). Nach einem Dreier von Tre‘ McLean ging es mit einem Sechs-Punkte-Vorsprung ins zweite Viertel: 25:19.

Im zweiten Abschnitt war es dann offensive Magerkost, die beide Teams den 5.162 Zuschauer zeigten. Oder anders gesagt: es war ein Spiel, das von beiden Verteidigungsreihen dominiert wurde. Zwar erspielte sich Brose durch einen Dreier von Kameron Taylor und zwei Punkten von Darion Atkins Mitte des Viertels eine erstmalige zweistellige Führung (34:24, 16.), die ließen sich die Hausherren in der Folge aber wieder auf zwei Zähler verkürzen (34:32, 19.). Fünf Obasohan-Punkte zum Ende brachten den Halbzeitstand von 39:32.

Drittes Viertel, ähnlicher Verlauf. Brose hatte nach gut 25 Minuten beim Stand von 51:41 wieder eine Zehn-Punkte-Führung, ließ Hamburg jedoch anschließend durch einen kleinen 5:0-Lauf wieder rankommen (51:46, 28.). Es blieb auch in diesem Abschnitt keine Partie für Basketballästheten, dazu merkte man beiden Teams zu sehr an, dass viel auf dem Spiel stand. Für Brose ging es um einen Sieg für die Playoffs, für Hamburg um einen Erfolg gegen den Abstieg. Vor dem Schlussviertel führte Bamberg mit 57:48.

Den Vorsprung konnten die Hausherren zunächst auf zwölf Punkte ausbauen (62:50, 31.). Anstelle den Vorsprung nun konzentriert über die Zeit zu bekommen und weiter nach vorne zu spielen, setzte bei den Bambergern wieder der Kopf ein. Plötzlich ging einmal mehr nichts mehr. Vorne fiel nichts mehr, hinten waren zu große Lücken. Was folgte war ein 15:2-Lauf der Gäste, die plötzlich knapp vier Minuten vor dem Ende wieder in Führung lagen: 64:65. Roel Moors nahm die Auszeit – und fand die richtigen Worte. Die letzten Minuten gehörten dann nämlich nur noch den Gastgebern, die ihrerseits einen 13:1-Run hinlegten und die Partie zum Schluss sicher mit 77:66 nach Hause holten.

Brose Bamberg:

Lee 10, Weidemann 9, K. Taylor 13, McLean 8, Olinde, Seric, Harris 4, Obasohan 15, Sengfelder 2, B. Taylor, Marei 6, Atkins 10

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