Brose Bamberg gewinnt gegen Bonn, verliert aber Rubit und Taylor

Brose Bamberg hat am 11. Spieltag der easyCredit BBL gegen die Telekom Baskets Bonn mit 83:65 gewonnen. Allerdings musste der deutsche Meister den Sieg teuer bezahlen, denn sowohl Bryce Taylor als auch Augustine Rubit sind bereits im ersten Viertel verletzungsbedingt ausgeschieden und konnten fortan nicht mehr eingesetzt werden. Wie lange beide ausfallen werden, müssen weitere Untersuchungen am Montag und Dienstag zeigen. Brose ließ sich von dem frühen Schock jedoch nur kurz aus dem Konzept bringen und hatte die Partie spätestens im Schlussviertel im Griff. Bis auf Eddy Edigin punkteten alle Bamberger Spieler, vier davon zweistellig: Hickman (17), Lô (15), Heckmann (14), Olinde (10).

Andrea Trinchieri: „Heute war ein problematisches Spiel für uns, wir haben binnen einer Minute zwei Spieler verloren, die nicht mehr weiter spielen konnten. In den kommenden 48 Stunden wissen wir mehr zu ihren Verletzungen. Meine Mannschaft hat eine tolle Partie gezeigt und großartig verteidigt. Jeder sollte heute stolz auf die Truppe sein. Ohne vier Spieler haben wir gegen eine gute Mannschaft gewonnen. Maodo Lô, Patrick Heckmann und Louis Olinde waren eine sehr große Hilfe. Das Team hat alles gegeben, was möglich war.“

 

Brose, das neben den verletzten Mitrovic und Harris auch auf Nikos Zisis als 7. Ausländer verzichten musste, hatte den Beginn des Spiels im Griff (8:2, 3.). Erst allmählich kam Bonn offensiv zu einigen guten Aktionen und konnte bis Mitte des Viertels den Rückstand auf zwei Punkte verkürzen: 8:6. Durch Zähler von Nikolic, Lô und Wright schossen sich die Hausherren aber wieder etwas weiter in Front (15:9, 8.). Hill und DiLeo verkürzten jedoch für die Gäste, so dass es mit 16:14 in die erste Viertelpause ging.

 

Der zweite Abschnitt begann mit einem Staiger-Dreier, dazu trafen Nikolic und Hickman (23:15, 12.). Anschließend allerdings wurde Brose in der Verteidigung etwas nachlässiger, Bonn kam zu einfachen Punkten und verkürzte den Rückstand bis Mitte des Viertels auf einen Zähler: 25:24. Bamberg hatte jedoch die passende Antwort parat. Angetrieben von Maodo Lô erspielte sich der deutsche Meister einen 9:0-Run und ging mit acht Punkten Vorsprung in die Pause: 34:26.

 

Den besseren Start in die zweite Halbzeit erwischten die Bonner. Rund sechs Minuten dauerte es, dann war der Bamberger Vorsprung aufgezehrt und Gamble brachte die Gäste erstmals überhaupt in dieser Partie in Führung (36:37, 26.). Aber Bamberg fing sich, vor allem defensiv. Dazu fielen nun auch vorne wieder die Bälle: Dreier Hickman, dazu Hackett und Lô – Brose fand zurück in die Spur und ging mit einem Neun-Punkte-Vorsprung ins letzte Viertel: 53:42.

 

Dort ließ der deutsche Meister dann nichts mehr anbrennen. Vor allem Louis Olinde fand immer wieder den Weg zum Bonner Korb. Seine zehn Punkte bedeuteten für ihn sein bisheriges Karriere-Hoch in der BBL. Auch die Spieler, die zuletzt weniger Einsatzzeit bekommen hatten, waren voll da. Patrick Heckmanns Dreier dreieinhalb Minuten vor Schluss bedeutete, nachdem Bonn nach teilweise 18 Punkten Rückstand wieder auf zwölf rankam, die vorzeitige Entscheidung. Am Ende stand mit dem 83:65 ein toller Teamerfolg zu Buche und damit der siebte Sieg im elften Spiel.

 

Brose Bamberg:

Hackett 7, Hickman 17, Wright 5, Nikolic 6, Staiger 3, Lô 15, Olinde 10, Edigin, Rubit 2, Heckmann 14, Radosevic 2, Taylor 2

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