Brose Bamberg gewinnt gegen Frankfurt

Brose Bamberg hat 45 Stunden nach der Niederlagen gegen den EuroLeague-Champion Fenerbahce Istanbul zumindest national die Erfolgsspur gehalten. Am 9. Spieltag der easyCredit Basketball Bundesliga besiegte der deutsche Meister die FRAPORT SKYLINERS mit 75:67 und steht nach drei Siegen in Serie mit nun sechs Erfolgen aus neun Partien auf Tabellenplatz fünf. Gegen Frankfurt war es über weite Strecken ein umkämpftes Spiel, in dem sich Brose von einem zwischenzeitlichen Neun-Punkte-Rückstand (20:29, 16.) wieder erholte und sogar mit einem kleinen Vorsprung in die Halbzeit ging: 35:34. Diese Führung ließen sich die Bamberger bis zum Schluss nicht mehr nehmen. Beste Werfer waren Bryce Taylor und Nikos Zisis mit je 15 Punkten. Luka Mitrovic erzielte mit zehn Punkten und elf Rebounds ein Double-Double.

Andrea Trinchieri: „Es war ein schweres Spiel. Ich bin jetzt seit vier Jahren in Deutschland und habe bisher eigentlich immer gegen sehr gute Teams von Gordon Herbert gespielt. Sie lassen niemals einfache Spiele zu und es ist immer viel Energie notwendig. Wir waren heute gut und haben eine ordentliche Verteidigung gespielt. Momentan haben wir nicht sehr viel Energie und eine anstrengende Woche liegt hinter und vor uns. Deshalb war es wichtig, dass uns jeder Spieler irgendetwas auf dem Feld geben konnte. Großen Respekt auch an Frankfurt, man muss wirklich viel investieren, um sie zu schlagen.“

 

Die Partie eröffnete Bryce Taylor per Dreier, Radosevic und Zisis legten nach (7:2, 2.). Bereits in den Anfangsminuten wurde deutlich: das Spiel wird wohl durch die Verteidigungsreihen entschieden. Oder anders: offensiv brachten beide Teams zunächst wenig zusammen. Scrubb traf den Dreier Mitte des Viertels für Frankfurt, Maodo Lô kurz darauf auf der Gegenseite (14:9, 8.). Nach zehn Minuten führte Brose mit drei Punkten: 16:13.

 

Zu Beginn des zweiten Viertels ging dann ein Bruch durchs Bamberger Spiel. Frankfurt scorte nun besser, auch weil Brose es gestattete. Die Folge war ein zwischenzeitlicher 8:0-Lauf der Gäste, die dadurch nicht nur in Führung gingen, sondern diese auch auf neun Punkte ausbauten (20:29, 16.). Die 6.150 Zuschauer in der ausverkauften BROSE ARENA pushten ihre Mannschaft jedoch nach vorne. Sechs Punkte in Folge von Bryce Taylor, dazu je ein erfolgreicher Freiwurf von Rubit und Mitrovic – Bamberg war drei Minuten vor der Halbzeit wieder auf einen Zähler dran: 28:29. 120 Sekunden später holten die Gastgeber die Führung dann durch einen Nikolic-Dreier wieder zurück und verteidigten sie bis zur Pause: 35:34.

 

Brose kam zielstrebiger aus der Kabine. Der Vorsprung konnte sukzessive ausgebaut werden. Dreier von Lô und Staiger, dazu Zisis und Taylor sorgten dafür, dass Bamberg Mitte des Viertels erstmals zweistellig vorne lag: 47:36. Frankfurt zeigte sich davon jedoch einigermaßen unbeeindruckt. Die Hessen zogen offensiv wieder etwas an und verkürzten den Rückstand aus ihrer Sicht auf wieder vier Zähler. Mit 57:53 ging es in den Schlussabschnitt.

 

Dort passierte die ersten drei Minuten nichts, lediglich ein paar Freiwürfe fanden den Weg in den jeweiligen Korb (61:55, 33.). Die ersten Feldpunkte erzielte Wohlfahrt-Bottermann für Frankfurt, Brose konterte mit zwei Dreiern in Folge: Zisis und Mitrovic besorgten das 67:57 und damit die Vorentscheidung. Diesen Zehn-Punkte-Vorsprung ließ sich der deutsche Meister nämlich nicht mehr nehmen und gewann am Ende mit 75:67.

 

Brose Bamberg:

Wright, Zisis 15, Nikolic 5, Staiger 3, Mitrovic 10, Müller, Lô 14, Olinde dnp, Rubit 9, Heckmann, Radosevic 4, Taylor 15

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