Brose Bamberg gewinnt in Antwerpen

Brose Bamberg gewann am 5. Spieltag der Basketball Champions League bei den Telenet Giants Antwerp mit 85:76 und setzte sich durch den dritten Saisonsieg vorerst an die Tabellenspitze der Gruppe C. Dabei musste das Team von Ainars Bagatskis bereits am Vortag einen Rückschlag hinnehmen, denn Elias Harris knickte im Abschlusstraining um und konnte nicht eingesetzt werden. Die verbleibenden zehn Spieler – auch Taylor stand aufgrund der BCL-Home Grown-Regelung nicht im Kader – präsentierten sich vor allem bis Mitte des zweiten Viertels bestens aufgelegt (43:22, 14.). Danach kam Antwerpen besser in die Partie, konnte Anfang des letzten Viertels ausgleichen (64:64, 32.). Am Ende aber behielt Brose, angeführt von 30 Punkten von Stevan Jelovac, die Nerven und damit die Oberhand.

Ainars Bagatskis: „Wir haben ein schweres Spiel erwartet. Für mich war es interessant zu sehen, wie wir uns nach diesem desolaten Spiel in Braunschweig präsentieren. Wir sind aufgestanden, haben alles auf dem Parkett gelassen. Es war zwar nicht das beste Spiel der bisherigen Saison, aber das physisch stärkste von uns. Wir waren gut auf sie eingestellt, konnten ihnen über weite Strecken ihre Aggressivität und Dreierstärke wegnehmen. Wir sind sehr gut gestartet und haben die Partie jederzeit kontrolliert, auch als es knapp war.“

 

Wie ausgewechselt präsentierte sich Brose in den ersten Minuten des Spiels. Hatte man knapp 50 Stunden vorher noch Probleme in Defensive und Offensive, waren diese wie weggeblasen. Bamberg dominierte seinen Gegner in der Anfangsphase nach Belieben, lag schnell mit acht Punkten vorne (8:0, 2.). Es dauerte knapp drei Minuten, ehe Antwerpen zu seinem ersten Korberfolg kam. Davon ließ sich Brose aber nicht beeindrucken, im Gegenteil. Die Verteidigung stand stabil, vorne liefen die Systeme erfolgreich. Nach vier Minuten führte Bamberg erstmals zweistellig: 15:4. Den Vorsprung verteidigten die Gäste bis zum Ende des ersten Viertels. Mehr noch, durch Olinde und Alexander konnten sie ihn in den Schlusssekunden sogar auf 15 Punkte ausbauen: 30:15.

 

Auch im zweiten Viertel blieb zunächst Brose dominierend. Vor allem Cliff Alexander konnte sich immer wieder gut in Szene setzen. Drei Punkte in Folge von Tyrese Rice sorgten Mitte des Abschnitts für die bis dato höchste Führung (43:22, 14.). Nun schlichen sich aber Flüchtigkeitsfehler ins Bamberger Spiel ein. Hinten ließen sie ihre Gegenspieler nun oftmals offen stehen, was diese für einfache Punkte nutzten. Ein 12:0-Lauf Antwerpens brachte die Hausherren wieder in den einstelligen Rückstandsbereich (43:34, 17.). Brose fing sich aber kurz vor der Pause wieder. Jelovac traf den Dreier und sorgte somit dafür, dass Bamberg mit einer 11-Punkte-Führung in die Pause gehen konnte: 51:40.

 

Broses Versicherung in den ersten Minuten der zweiten Halbzeit hieß Stevan Jelovac. Er alleine war für die ersten acht Bamberger Zähler zuständig und sorgte dafür, dass der Vorsprung auch Mitte des dritten Viertels zweistellig blieb: 59:49. Es war nun aber eine zähere Angelegenheit, denn Antwerpen hatte nun seinen offensiven Rhythmus endgültig gefunden. Vor allem Bako brachte Brose nie ganz unter Kontrolle, zudem traf Lee nun aus der Distanz (59:53, 27.). Bei den Gästen hielt Stuckey per Dreier dagegen, dazu Cliff Alexander. Vor dem letzten Viertel führte Brose mit sieben Zählern, da Lee mit der Sirene seinen vierten Dreier des Spiels versenkte: 64:57.

 

Die ersten zwei Minuten des letzten Viertels gehörten Antwerpen, die durch einen 7:0-Lauf ausgleichen konnten: 64:64. Es dauerte zweieinhalb Minuten, ehe Jelovac per Freiwürfe für Brose die ersten Zähler im Schlussabschnitt erzielen konnte (66:64, 33.). Es war nun ein ausgeglichenes Spiel, zu dessen Ende hin man die Bamberger Müdigkeit spürte. Nichtsdestotrotz zeigten die Gäste Moral und Kampfgeist, auch wenn die Beine zunehmend schwerer wurden. Nach Dreiern von Jelovac und zweien von Zisis führte Brose drei Minuten vor Schluss mit 77:70. Zwar kam Antwerpen nochmals auf zwei Punkte ran (78:76, 39.), Brose war aber in den letzten Sekunden zum einen treffsicher von der Freiwurflinie, zum anderen kräftig am Zupacken beim Defensivrebound. Am Ende hieß es 85:76 für Brose Bamberg.

 

Brose Bamberg:

Rice 8, Zisis 13, McDowell-White dnp, Jelovac 30, Stuckey 6, Kratzer dnp, Schmidt 3, Olinde 2, Rubit 11, Alexander 12

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