Brose Bamberg gewinnt in Crailsheim

Brose Bamberg hat die zweiwöchige Nationalmannschaftspause gut überstanden und am 10. Spieltag der easyCredit Basketball Bundesliga bei den HAKRO Crailsheim Merlins mit 93:77 gewonnen. Den Grundstein für den siebten Saisonsieg legten die Gäste im zweiten Viertel, das sie dank einer sehr starken Verteidigung mit 23:12 für sich entschieden und damit bereits zur Pause mit 18 Punkten vorne lagen (52:34). Sechs Brose-Spieler punkteten zweistellig, am besten Jelovac und Rubit mit je 14 Zählern. Apropos Rubit: mit seinem ersten Korberfolg trug er sich in die Liste der BBL-Spieler ein, die mindestens 2.000 Punkte erzielt haben. Ricky Hickman kam in seinem Pflichtspieldebüt auf zwölf Zähler, fünf Rebounds, vier Assists und einen Steal.

Ainars Bagatskis: „Meiner Meinung nach sind die HAKRO Merlins ein sehr gefährliches Team, vor allem zuhause und wenn man sie unterschätzt. Im ersten Viertel waren wir in der Defense nicht gut, da haben wir in einigen Momenten unseren Plan nicht eingehalten. Das zweite Viertel hingegen war vorne und hinten sehr gut. Ich bin nicht zufrieden mit dem letzten Abschnitt, denn als Trainer will man 40 Minuten konzentrierte Leistung sehen. Aber letztendlich war das Wichtigste, dass wir dieses Spiel gewonnen haben.“

 

Ricky Hickman stand bei seiner BBL-Rückkehr in der Startformation. Die ersten Minuten prägte jedoch ein anderer: Augustine Rubit erzielte nach knapp einer Minute den 2:2-Ausgleich. Das alleine wäre nichts Besonderes, es war jedoch sein 2.000 Punkt in der Basketball Bundesliga. Glückwunsch! Harris, Rubit und Hickman waren zu Beginn die Bamberger Antreiber (12:6, 3.). Mitte des Viertels aber verloren die Gäste etwas den Faden. Vor allem defensiv standen sie nun zu weit von ihren Gegenspielern weg, so dass die Hausherren sukzessive rankamen (20:18, 8.). Zwei Dreier von Stuckey und einer von Bryce Taylor in der Schlussminute sorgten allerdings für eine Sieben-Punkte-Führung nach dem ersten Viertel: 29:22.

 

Im zweiten Abschnitt stand dann die Bamberger Verteidigung. Nach einem Crailsheimer Dreier gleich zu Beginn ließ die Brose-Abwehr die nächsten sechs Minuten keinen Treffer mehr zu. Selbst hingegen lief die Offensivmaschinerie weiter. Ein 12:0-Lauf sorgte für die bis dato höchste Führung (41:26, 16.). Und die hatte auch zur Pause Bestand, mehr noch, die Gäste bauten sie weiter aus. Angetrieben von Ricky Hickman waren es immer wieder die großen Spieler, die sich gut in Szene setzen konnten. Viertel Nummer zwei ging mit 23:12 an Brose, das sich zur Pause damit auf 18 Punkte absetzen konnte: 52:34. Bemerkenswert auch: lediglich drei Ballverluste leistete sich das Team von Ainars Bagatskis bis hierher.

 

Im dritten Viertel nahm Brose dann wieder die eine oder andere defensive Auszeit. Die Folge: Crailsheim kam zu einfachen Punkten, schaffte es jedoch nie, den Rückstand entscheidend zu verkürzen. Dafür verantwortlich war auch eine starke Bamberger Dreierquote. Fünf Stück netzten Jelovac (3), Taylor und Rice alleine in diesem Abschnitt ein und sorgten dafür, dass die Bamberger Führung immer um die 20 Punkte betrug. Nach 30 Minuten führte Brose mit 79:59, sehr zur Freude der mitgereisten gut 100 Fans.

 

Die brauchten sich auch im Schlussabschnitt keine Sorgen mehr zu machen. Spätestens nach dem Dreier von Tyrese Rice Mitte des Viertels zum 85:65 war klar, dass hier und heute nichts mehr anbrennen würde. Am Ende stand ein nie gefährdeter 93:77-Erfolg zu Buche. Wichtiger aber war: Brose Bamberg konnte erstmals in dieser Saison auf den kompletten – gesunden – Kader zurückgreifen. Nach dem siebten Saisonsieg belegt Brose Platz drei in der easyCredit Basketball Bundesliga und kann nun mit weiterem Selbstvertrauen am Mittwoch in der Champions League nach Fuenlabrada reisen.

 

Brose Bamberg:

Hickman 12, Rice, 10, Zisis 2, Jelovac 14, Stuckey 8, Schmidt 2, Olinde, Harris 11, Rubit 14, Alexander 11, Heckmann 3, Taylor 6

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