Brose Bamberg gewinnt in Ulm

Brose Bamberg ist nach zuletzt zwei Niederlagen am 15. Spieltag der easyCredit BBL wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Bei ratiopharm ulm gewann das Team von Ainars Bagatskis mit 100:91. Ausschlaggebend dafür war das dritte Viertel, das mit 32:11 an die Gäste ging. Zwischenzeitlich lag Brose mit 17 Punkten in Front (77:60, 29.), verspielte die Führung aber etwas im Schlussabschnitt. Augustine Rubit machte kurz vor Ende die 100 voll und wurde an alter Wirkungsstätte mit 22 Punkten Topscorer seiner Mannschaft.

Ainars Bagatskis: „Ich bin mit dem Spiel über 39 Minuten zufrieden. Lediglich am Ende waren wir etwas unkonzentriert. Vor allem im dritten Viertel haben wir aber gezeigt, dass eine gute Offensive aus einer soliden Verteidigung entsteht. Da haben wir den Grundstein gelegt.“

Schon vor Beginn musste Brose Bamberg eine Hiobsbotschaft verdauen, denn neben Louis Olinde (Hüftverletzung) fiel kurzfristig auch Elias Harris mit einem Magen-Darm-Infekt aus. Ab Minute eins entwickelte sich eine Partie, die vor allem von beiden Offensiven geprägt war. Mitte des Abschnitts lag Brose nach zwei erfolgreichen Fotu-Freiwürfen mit sechs Punkten in Rückstand: 11:17. Aber die Bamberger, die neben Olinde und Harris auch auf Kulboka als siebten Ausländer verzichteten, kämpften sich in die Partie hinein. Beim Stand von 15:21 sorgten ein Dreipunktspiel von Ricky Hickman, anschließend zwei Freiwürfe von Taylor und fünf Heckmann-Punkte für einen 10:0-Lauf und die Führung zur Viertelpause, in die es nach einem Günther-Dreier mit der Sirene mit 25:24 ging.

Der Anfang des zweiten Viertels war einigermaßen ausgeglichen, jedoch kippte das Spiel nach zwei Dreiern von Schmidt und Rice Mitte des Abschnitts auf Seite der Gäste (29:37, 14.). Es war bis dato ein Spiel der Läufe, denn nach dem 10:0-Run der Bamberger aus Viertel eins, begann nun Ulm zu treffen. Aus der 37:29-Führung wurde binnen einer Minute ein 37:39-Rückstand. Erst Augustine Rubit konnte den 10:0-Lauf der Hausherren stoppen (39:39, 16.). Die letzten zwei Offensivaktionen der ersten Halbzeit gehörten den Gastgebern, die durch Miller und einen Ugrai-Dreier mit einem Sechs-Punkte-Vorsprung in die Pause gingen. 47:53 hieß es folgerichtig aus Brose-Sicht.

Was auch immer Ainars Bagatskis in der Halbzeit für eine Kabinenansprache hielt, sie trug Früchte. Bamberg kam, angefeuert von rund 30 mitgereisten Fans, offensiv, aber vor allem defensiv deutlich verbessert aufs Parkett zurück. Die Folge: die Gäste konnten den Rückstand binnen zweieinhalb Minuten egalisieren und ihrerseits wieder in Führung gehen (54:53, 23.). Es spielte fortan nur noch Brose Bamberg. Zisis, Hickman, Heckmann und Co. gestatteten ihren Gegenspielern nun keinerlei freie Würfe mehr. Ulm konnte bei elf Punkten in den dritten zehn Minuten gehalten werden. Selbst erzielte Brose deren 32 und ging somit mit einem 15-Punkte-Polster in den Schlussabschnitt: 79:64.

Dort versuchten die Gastgeber nochmals zurückzukommen. Gut fünf Minuten dauerte es, ehe sie den Bamberger Vorsprung auf zehn Punkte haben schmelzen lassen: 86:76. Brose aber gab sich nun keine weitere Blöße. Angetrieben von Tyrese Rice und Nikos Zisis, fanden die Bamberger immer wieder Augustine Rubit und Cliff Alexander unter dem Korb, die oftmals spektakulär abschlossen. Rubit war es kurz vor Ende an alter Wirkungsstätte vorbehalten, die 100 Punkte voll und somit dem 100:91-Sieg perfekt zu machen. Durch den Erfolg klettert Brose Bamberg wieder auf Tabellenplatz vier.

Brose Bamberg:

Hickman 16, Rice 16, Zisis 4, Jelovac 8, Stuckey 3, Schmidt 3, Rubit 22, Alexander 10, Heckmann 7, Taylor 11

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