Brose Bamberg gewinnt in Ulm

Brose Bamberg hat in der easyCredit BBL nach dem Spiel in Gießen die zweite Partie innerhalb einer Woche in fremder Halle für sich entscheiden können. Bei ratiopharm ulm kam der deutsche Meister zu einem ungefährdeten 90:67-Sieg. Ausschlaggebend dafür waren ein 20:0-Lauf der Bamberger zu Beginn des zweiten Viertels und ein weiterer 13:0-Run nach der Halbzeit, von denen sich Ulm nicht mehr erholte. Brose zeigte teilweise tollen Teambasketball, der sich in 21 Assists niederschlug. Sechs Bamberger Spieler punkteten zweistellig: Augustine Rubit war mit 18 Zählern Topscorer.

Luca Banchi: „Wir sind das Spiel richtig angegangen, und das obwohl wir vor ein paar Stunden erst ein Euroleague-Spiel bestritten haben. Wir waren sehr fokussiert und haben mental, physisch und auch technisch überzeugt. Wir haben im Angriff den Ball gut verteilt und defensiv uns erfolgreich gegen die Ulmer Athletik gewehrt. Ich möchte meinen Spielern und meinen Assistant Coaches danken, die mir geholfen haben, in so einer schwierigen Situation in Bamberg anzukommen. Alle Leute bei Brose haben die richtige Einstellung und den starken Willen, Spiele zu gewinnen.“

Der Beginn des Spiels war ausgeglichen, erst gegen Mitte des Viertels konnte sich Brose durch einen 8:0-Lauf etwas absetzen (13:6, 5.). Allerdings verpassten es die Gäste, die auf den erkrankten Dejan Musli und Ali Nikolic als siebten Ausländer verzichten mussten, nachzulegen. Reinhardt traf in seinem Debüt für Ulm den Dreier und brachte seine Mannschaft wieder ran, vier Punkte in Folge von Benimon sorgten kurz vor Ende des Abschnitts sogar für den Bamberger Rückstand (20:21), den Thompson per Freiwürfe auf drei Zähler zur Viertelpause ausbaute: 20:23.

Der zweite Abschnitt war dann einer, den die Brose-Fans so schon lange nicht mehr gesehen haben. Defensiv ließ Bamberg den Ulmer nichts mehr zu, selbst lief es offensiv nahezu perfekt. Die Folge war ein 20:0-Lauf und die 40:23-Führung. Erst nach mehr als sieben Minuten gelangen den Hausherren die ersten Punkte. Viertel Nummer zwei ging am Ende mit 24:8 an den deutschen Meister, der damit mit einem 13-Punkte-Vorsprung in die Pause ging: 44:31. Besonders erfreulich für die rund 50 mitgereisten Bamberger Fans. Die Mannschaft spielte als Team. Das bewiesen unter anderem bereits zur Halbzeit zwölf gegebene Assists.

Im dritten Viertel ging es nahtlos weiter für Brose. Ulm war nach wie vor offensiv von der Rolle, auch, da Bamberg es in der Verteidigung sehr eng machte. Vorne hingegen lief alles reibungslos. Ein weiterer 15:0-Run sorgte bis Mitte des Abschnitts für das bereits vorentscheidende 59:31. Erstmals 30 Punkte lag Brose vorne, nachdem Augustine Rubit gegen seinen Ex-Club erfolgreich einnetzte (65:35, 27.). Bamberg dominierte das Spiel nach Belieben, ließ trotz der Führung die Zügel nicht schleifen. Die Folge: mit 29 Punkten Vorsprung ging es in die letzten zehn Minuten: 75:46.

Im Schlussabschnitt ließ dann die Kraft und Konzentration der Gäste etwas nach. Ulm fing nun auch an die schwierigeren Würfe zu treffen. Allerdings, auch in dieser Phase hatte Brose immer wieder passende Antworten parat, so dass es nie wirklich den Anschein hatte, als dass die Hausherren nochmals gefährlich werden könnten. Am Ende stand mit dem 90:67-Erfolg der 13. Saisonsieg zu Buche, verbunden mit dem kleinen Sprung nach oben auf Tabellenplatz sieben.

Brose Bamberg:

Hackett 6, Hickman 13, Wright 13, Zisis 11, Staiger 3, Mitrovic 4, Wolf, Lô 10, Olinde, Rubit 18, Radosevic 12

Foto: Achberger

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