Brose Bamberg in Tel Aviv: Welcher Hickman spielt gegen Maccabi?

Am 11. Januar lässt Brose Bamberg den trüben fränkischen Winter hinter sich und tritt zum 17. Spieltag der Turkish Airlines EuroLeague im sonnige Tel Aviv an. Jump in der Menora Mivtachim Arena ist um 20:05 Uhr deutscher Zeit. Telekomsport überträgt das Spiel, kommentiert von Michael Körner, gegen Maccabi FOX Tel Aviv live.

19 Grad Celsius sind in der israelischen Metropole für den Donnerstag prognostiziert. In der Halle wird es aber wohl um einige Grad heißer. Maccabi FOX Tel Aviv (8.) benötigt die Punkte, um die Playoffs zu festigen. Brose (13.) braucht nach vier internationalen Niederlagen in Folge dringend wieder einen Sieg fürs Selbstbewusstsein, und um überhaupt wieder nach den Playoff-Plätzen schielen zu können.

 

Zwar konnte Brose in der letzten Saison beide Spiele gegen den dreimaligen EuroLeague-Champion gewinnen, der Auftakt in die aktuelle Spielzeit ging allerdings daneben. Der deutsche Meister unterlag zum Saisonauftakt mit 71:88. Gäste-Guard Pierre Jackson zeigte dabei mit 27 Punkten seine zweitbeste Leistung der bisherigen Saison. Seine beste zeigte er ausgerechnet im letzten Spiel: er markierte 29 Punkte gegen Real Madrid. Ob Ausreißer oder aufsteigende Form wird auch von der Verteidigung der Bamberger abhängen. Zweitbester Werfer der Israelis war im Oktober Forward Michael Roll mit 18 Punkten. Dieser konnte nur noch einmal in den folgenden 15 Spielen an diese Leistung anknüpfen. Neben Pierre Jackson (15,3) sorgen vor allem Norris Cole (14) und Deshaun Thomas (12) für konstantes Scoring. Cole wird das Spiel gegen Bamberg aufgrund einer Muskelverletzung im Oberschenkel aber wohl verpassen. Der Guard fällt voraussichtlich mehrere Wochen aus. Alex Tyus und Jonah Bolden sichern mit 5,8 und 5,4 die meisten Rebounds für die Mannschaft von Head Coach Neven Spahija. Insgesamt kommt Maccabi auf 37,7 Rebounds im Schnitt und ist damit das beste Team der Liga. In der Defense zeigt sich der israelische Pokalsieger schwächer: Die 81,6 Punkte, die Maccabi im Schnitt zulässt, sind der zweitschlechteste Wert im Wettbewerb.

 

Im Hinspiel kosteten die Bamberger vor allem mangelnde Konstanz und die Clutchness von Jackson den Sieg: Für 33 Minuten zeigte der deutsche Meister eine starke Leistung und fiel in den letzten Minuten ebenso stark ab. Jackson erzielte neun Punkte in den letzten vier Minuten. Auf Bamberger Seite werden am Donnerstag vor allem die spielerische Konstanz über 40 Minuten und die Treffsicherheit von Dorell Wright (11,8) und Ricky Hickman (11,7) gefragt sein. Während sich Wright beim letzten BBL-Spiel gegen Ulm mit vier Punkten vornehm zurückhielt, zeigte Hickman mit 21 Punkten, acht Assists und vier Rebounds eine starke Leistung. Im letzten EuroLeague-Spiel gegen Khimki glänzte dagegen Wright mit 20 Punkten, Hickman kam nicht über sechs Zähler hinaus. Die Körbe in Tel Aviv kennt der Guard, der 2014 mit Maccabi die EuroLeague gewann, allerdings gut. Hier erzielte er seinen Karriere-Bestwert von 30 Punkten.  

 

Ricky Hickman: „Die letzten beiden Spiele gegen Moskau und Ulm haben gezeigt, dass wir auf einem guten Weg sind. Vor allem im Rebound haben wir uns verbessert. Darauf müssen wir aufbauen. Tel Aviv hat eine starke Mannschaft. Nichts desto trotz haben wir bereits im Hinspiel gezeigt, dass wir auf Augenhöhe mitspielen können. Leider hat es am Ende nicht gereicht. Für uns gilt, dass wir uns nicht auf deren Spiel einlassen, sondern unseres durchziehen. Und wir müssen die Atmosphäre in der Halle ausblenden. Für mich ist es ein ganz normales Spiel. Ich werde die Erinnerung an den EuroLeague-Sieg mit Maccabi immer im Kopf haben, aber ich fahre dorthin, um zu gewinnen.“

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