Brose Bamberg steht im Halbfinale

Brose Bamberg hat sich durch einen 3:0-Serienerfolg über die Telekom Baskets Bonn als erstes Team das Ticket für das Halbfinale der easyCredit BBL gesichert. Im bereits entscheidenden 3. Viertelfinale behielt der deutsche Meister mit 75:70 die Oberhand und kann sich nun eine Woche auf den Gegner in der Vorschlussrunde vorbereiten, der zwischen München und Frankfurt ermittelt wird. Für Brose war es einmal mehr eine geschlossene Mannschaftsleistung (21 Assists), die für den dritten Erfolg im dritten Spiel sorgte. Beste Werfer waren Dorell Wright (17 Punkte) und Augustine Rubit (16).

Luca Banchi: „Es war genau das Spiel, das wir gegen eine Mannschaft die mit dem Rücken zur Wand stand, erwartet haben. Ich bin stolz über das Level der Intensität, das wir an den Tag gelegt haben. Ich bedanke mich bei meinen Spielern für ihren Einsatz und ihre Einstellung, denn nach einer zwei zu null Führung läuft man häufig in Gefahr soft in die Partie zu gehen. Meine Spieler sind jetzt so erschöpft, dass ich kaum glauben kann, dass die Serie nur drei Spiele lang war. Sie haben eine klasse Verteidigung gespielt, um jeden Ball gekämpft, Rebounds geholt und in der zweiten Hälfte die Ballverluste trotz des Bonner Drucks limitiert.“

Von Beginn an entwickelte sich eine echte Playoff-Partie. Um jeden Ball wurde gekämpft, es wurde gebissen und gefightet. Die besseren Aktionen in der Anfangsphase hatte Brose. Leon Radosevic sorgte mit vier Punkten in Folge für das 10:6 nach fünf Minuten. Ein Dreier von Bartolo brachte in der Folgezeit den Ausgleich für Bonn (12:12, 7.). Zum Ende des ersten Viertels sorgte ein Drei-Punkt-Spiel von Dejan Musli für die 18:16-Führung.

Der Anfang des zweiten Viertels gehörte den Gästen, die nach Dreiern von Klein und Curry ihren bis dato größten Vorsprung herausschießen konnten (20:26, 14.). Brose antwortete jedoch prompt und holte durch einen 9:0-Lauf die Führung wieder zurück (29:29, 16.). Die hatte auch zur Pause Bestand. Beim Stand von 38:36 ging es in die Kabine. Einziges Manko beim deutschen Meister bisher: elf Ballverluste.

Auch der dritte Abschnitt blieb umkämpft. Zwar gelang es Brose immer mal wieder Nadelstiche zu setzen und sich mit ein paar Zählern abzusetzen, die Telekom Baskets hatten aber nach wie vor immer die richtige Antwort parat. Daher blieb es auch nach 30 Minuten eine enge Kiste, in der Brose mit 56:52 führte.

Das letzte Viertel eröffnete ein Lô-Dreier, dem Wright zwei Punkte zur bis dato höchsten Bamberger Führung folgen ließ (61:52, 31.). Und Brose blieb nun am Drücker, erspielte sich Mitte des Abschnitts durch Lô und Hickman erstmals einen zweistelligen Vorsprung: 69:58. Den konnten die Hausherren nach einem Zisis-Dreier auf 13 Punkte ausbauen (72:59, 36.). Bonn versuchte in den Schlussminuten nochmals alles, aber die Brose Defense hielt, sicherte den 75:70-Erfolg und damit den Halbfinaleinzug.

Brose Bamberg:
Hackett 5, Hickman 5, Wright 17, Zisis 8, Staiger, Wolf dnp, Lô 11, Olinde 1, Edigin dnp, Rubit 16, Musli 3, Radosevic 9

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