Brose Bamberg unterliegt in Braunschweig

Brose Bamberg musste am 6. Spieltag der easyCredit Basketball Bundesliga die erste Niederlage der Saison hinnehmen. Bei den Basketball Löwen Braunschweig setzte es ein 66:92. Dabei hatte Brose zu keiner Zeit der Partie Zugriff auf dieselbe. Vor allem in der Verteidigung gelang es den Bambergern nur selten, ihre Gegenspieler in Schach zu halten. Das nutzten vor allem Eatherton (23 Punkte, neun Rebounds) und Lansdowne (21 Punkte, fünf Dreier) gnadenlos aus. Für Brose punktete Stevan Jelovac mit 14 Zählern am besten. Einziger Lichtblick: Bryce Taylor stand nach elf Monaten Verletzungspause erstmals wieder im Brose-Kader.

Ainars Bagatskis: „Es ist nicht einfach, für dieses Spiel Worte zu finden. Es gibt keine Entschuldigung. Wir haben in der Vorbereitung auf das Spiel Wert darauf gelegt, dass Braunschweig eine gefährliche Mannschaft und viel besser als ihre Tabellenposition ist. Wir wollten aggressiv und physisch spielen. Wir haben das Spiel in der Verteidigung verloren. Braunschweig war uns heute in allen Belangen überlegen.“

 

Von Beginn an tat sich Brose auf beiden Seiten des Feldes schwer. Vorne fielen die Würfe nur selten, entscheidender aber: hinten standen die Gäste ein ums andere Mal zu weit von ihren Gegenspielern weg. Schnell lag Braunschweig daher mit fünf Punkten in Front (2:7, 2.). Zwar fing sich Brose Mitte des Viertels und konnte nach einem sehenswerten Alley-Oop von Cliff Alexander nach Zuspiel von Daniel Schmidt auf einen Punkt verkürzen (9:10, 5.), im Gegenzug setzte es aber wieder einen Dreier der Hausherren. Vor allem Scott Eatherton bekamen die Bamberger nicht in den Griff. Er alleine war für sieben Braunschweiger Zähler und vier Rebounds in den ersten zehn Minuten zuständig und besorgte auch den letzten Korb zum 17:26.

 

Erstmals zweistellig wurde der Bamberger Rückstand direkt zu Beginn des zweiten Abschnitts nach fünf Braunschweiger Punkten in Folge (17:31, 11.). Bis auf 15 Zähler konnten die Hausherren davonziehen (23:38, 13.), ehe Brose seinerseits einen kleinen Lauf starten konnte. Nikos Zisis per Dreier, dazu vier Zähler von Elias Harris ließen Bamberg Mitte des Viertels wieder auf acht Punkte rankommen: 30:38. Braunschweig konterte aber kurz darauf ebenfalls mit einem 7:0-Lauf und konnte die Führung zur Pause wieder auf 14 Zähler ausbauen: 38:52.

 

Das dritte Viertel begann mit einem weiteren Braunschweiger Dreier, dem mittlerweile siebten (38:55, 21.). Weiterhin gelang es Brose nicht, die Hausherren defensiv zu stoppen. Die Folge: durch einen neuerlichen 7:0-Run bescherten die Löwen ihrem Gegner Mitte des Abschnitts erstmals einen 20 Punkte-Rückstand: 47:67. Wann immer Bamberg in der Folgezeit etwas näher kam, etwa durch ein paar Freiwürfe in Folge von Jelovac (52:68, 27.), erzielten die Gastgeber auf der Gegenseite wieder einfache Punkte und hatten bereits kurz vor Ende des dritten Viertels ihren bis dato in der BBL erzielten Punkteschnitt erreicht. Vor dem Schlussabschnitt lag Brose mit 20 Zählern zurück: 57:77.

 

In den letzten zehn Minuten änderte sich nicht viel. Weder schaffte es Brose weiterhin in der Verteidigung Zugriff zu bekommen, noch trafen sie vorne. Mehr noch, Braunschweig hielt die Gäste bei neun Punkten, erzielte selbst deren 17 und fügte Brose Bamberg damit eine, auch in der Höhe nicht unverdiente, 66:92-Niederlage zu. Zeit zum Verschnaufen bzw. Verarbeiten bleibt indes wenig. Direkt im Anschluss an die Partie machte sich das Team auf den Weg Richtung Antwerpen, wo am Dienstagabend die Antwerp Giants in der Basketball Champions League der Gastgeber sind.

 

Brose Bamberg:

Rice 10, Zisis 5, McDowell-White, Jelovac 14, Stuckey 6, Kratzer, Schmidt 5, Olinde, Harris 12, Rubit 5, Alexander 9, Taylor dnp

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