Brose Bamberg unterliegt in Frankfurt

Brose Bamberg musste sich in einer Nachholpartie des 2. Spieltags der easyCredit Basketball Bundesliga bei den FRAPORT SKYLINERS mit 79:86 geschlagen geben. Einem schlechten Start (6:18, 7.) folgte ein solides Bamberger Spiel, das die Gäste nach gut 33 Minuten beim Stand von 68:62 im Griff zu haben schienen. Allerdings konnte Frankfurt durch einen 6:0-Lauf wieder ausgleichen und hatte am Ende die besseren Optionen auf seiner Seite. Auffällig: Brose bekam im gesamten Spiel gerade einmal sieben Freiwürfe zugesprochen, Frankfurt 18. Zudem war die Foulverteilung mit 24:16 ebenfalls deutlich zu Gunsten der Hausherren. Bester Bamberger Werfer war Tyrese Rice mit 18 Punkten.

Federico Perego: „Glückwunsch an Gordon Herbert und sein Team. Sie haben am Ende verdient gewonnen. Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen und hatten große Probleme mit Leon Kratzer unter dem Korb. Erst als wir unsere Physis im Spiel steigern konnten, sind wir besser reingekommen und haben das Spiel für uns geöffnet. Unsere zweite Halbzeit war solide, aber am Ende haben wir einige schlimme Fehler begangen. Dann war es ein Spiel auf Messers Schneide und Frankfurt hatte den Dreier von Jason Clark, der das Spiel entschieden hat. Für uns ist es nicht die beste Phase der Saison, aber wir werden weiter hart arbeiten und wieder besser werden. Wir haben noch viele Spiele vor uns und wollen in allen ein Wörtchen mitreden.“

Die Anfangsminuten der Partie gehörten den Frankfurtern in Person von Leon Kratzer, der für die ersten sechs Punkte der Hausherren zuständig war. Brose kam hingegen nur sehr schleppend in die Partie. Nach einem Larson-Dreier lag Bamberg Mitte des Viertels mit 6:13 in Rückstand. Erstmals zweistellig wurde dieser gut zwei Minuten später (6:18, 7.). Bei den Gästen lief es zunächst, wenn überhaupt, über die Großen. Harris, Rubit und mit der Sirene Heckmann sorgten dafür, dass Brose mit minus neun in die erste Viertelpause ging: 12:23.

Im zweiten Abschnitt fand sich Bamberg dann allmählich in der Defensive besser zurecht. Harris mit Freiwürfen, dazu ein Dreipunktspiel von Rubit und ein Stuckey-Dreier brachten die Gäste wieder in Schlagdistanz (20:25, 13.). Nochmals Maurice Stuckey verkürzte den Rückstand Mitte des Viertels auf nur noch drei Punkte: 24:27. Danach aber kamen die Frankfurter wieder etwas auf. Ein Dreier von Vargas brachte die Hausherren wieder mit acht weg (28:36, 18.). Wiederum Heckmann war es vorbehalten, die letzten Zähler in Halbzeit eins zu erzielen. Sein Dreier sorgte für das 35:40.

Die Halbzeitansprache Peregos war kurz, aber scheinbar fruchtbar. Denn Brose kam mit einer ganz anderen Köpersprache zurück aufs Parkett, als noch in den ersten zwanzig Minuten. Die Folge: die Gäste kämpften sich in diese Partie hinein. Ein 6:0-Lauf brachte Bamberg auf einen Zähler ran (47:48, 25.). Drei Minuten länger mussten die mitgereisten gut 40 Brose-Fans warten, ehe sie die erste Führung ihrer Jungs überhaupt in diesem Spiel beklatschen durften. Tyrese Rice traf den Dreier zum 57:55. Der Vorsprung hatte auch vor dem letzten Viertel Bestand, konnte durch einen weiteren Rice-Dreier sogar um einen Punkt vermehrt werden: 62:59.

Zu Beginn des Schlussabschnitts konnte Frankfurt zunächst ausgleichen, Brose traf danach aber zwei Dreier in Folge und kam auf sechs Punkte weg (68:62, 33.). Wer allerdings dachte, Bamberg würde das nun nach Hause spielen, der irrte. Ein unnötiges Unsportliches Foul von Hickman brachte nicht nur ein Dreipunktspiel der Hausherren, sondern auch noch Ballbesitz, den die Frankfurter zum Dreier durch Clark ausnutzen (68:68, 34.). Die Partie wog nun hin und her. 98 Sekunden waren noch zu spielen, als Clarke den nächsten, seinen fünften und den vorentscheidenden Dreier traf: 74:79. Brose versuchte zwar nochmals alles, es half jedoch nichts. Dreimal sprang der Ball beim Dreierversuch wieder aus dem Korb – zu viel an diesem Abend. Am Ende unterlag Brose Bamberg bei den FRAPORT SKYLINERS mit 79:86.

Brose Bamberg:

Hickman 6, Rice 18, Zisis 9, Stuckey 5, Schmidt, Olinde 3, Harris 12, Rubit 15, Alexander 4, Heckmann 5, Taylor 2, Kulboka

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