Brose Bamberg unterliegt in Frankfurt

Brose Bamberg musste am 31. Spieltag der easyCredit BBL eine 72:83-Niederlage bei den FRAPORT SKYLINERS hinnehmen. Dabei lag der deutsche Meister zwischenzeitlich sogar mit 22 Punkten zurück (33:55, 21.). Vor allem gegen Phil Scrubb fand Brose nie Zugriff. Der Amerikaner sorgte alleine für 33 Zähler. Zwar versuchte Bamberg in der zweiten Hälfte nochmal alles, die Bürde des 18-Punkte-Halbzeitrückstands war aber zu groß. Bester Brose-Werfer war Dejan Musli mit 16 Punkten.

Luca Banchi: „Ich denke, dass es nur richtig ist, Frankfurt zu gratulieren. Sie haben in der ersten Halbzeit mit sehr viel mehr Aggressivität, mehr Energie und Willen als wir gespielt. Das hat uns in Sachen Selbstvertrauen eine Menge gekostet. Wir haben in der zweiten Halbzeit versucht wieder zurück zu kommen. Aber wenn die Zahlen es so deutlich belegen, dass Frankfurt bei den Rebounds und vielen weiteren Statistiken überlegen ist, dann muss man schon perfekt spielen, um das Spiel noch zu gewinnen. Das geschieht vielleicht einmal im Jahr, aber heute war nicht dieser Tag. Wir müssen dieses wichtige Spiel nun analysieren und unsere Lehren daraus ziehen.“

Rubit und Hackett brachten Brose gut in die Partie (5:2, 1.). Phil Scrubb sorgte mit seinen ersten drei Punkten der Partie für die erstmalige Führung seiner Mannschaft (5:7, 3.). Diesen dreien sollten bis Viertelende noch weitere elf folgen. Die Konsequenz: Frankfurt zog sukzessive davon, lag zwischenzeitlich mit zehn Punkten vorne (15:25, 10.). Die letzten Zähler des ersten Abschnitts erzielte Maodo Lô mit der Sirene zum 17:25.

Auch im zweiten Viertel fand Brose kein Rezept gegen Scrubb. Der konnte nach wie vor schalten und walten, wie er wollte. Dejan Musli und Lucca Staiger sorgten zwar nach gut 13 Minuten dafür, dass Bamberg auf vier Zähler ran kam: 27:31. Frankfurt antwortete mit einem 14:2-Lauf und brachte die Gäste damit wieder deutlich in Rückstand (29:45, 17.). Bis zur Pause betrug der gar 18 Punkte, stand es 33:51. Scrubb war mittlerweile bei 26 Zählern angekommen. Frankfurt dominierte zudem den Rebound: 23 zu 11.

Direkt nach der Halbzeit waren es wieder vier Scrubb-Punkte, die die höchste Frankfurter Führung bedeuteten (33:55, 21.). Lô, Staiger und Wright trafen in der Folge jeweils den Dreier für Brose (44:57, 26.). Allerdings verpassten es die Banchi-Männer, wenn sie einmal einen kleinen Lauf hatten, den auch durchzuziehen. Oder anders ausgedrückt: Frankfurt fand weiterhin die Löcher in der Bamberger Verteidigung. So schafften es die Gäste nie wirklich entscheidend ran zukommen. Nach 30 Minuten stand es 54:69.

Ähnliches Bild im letzten Abschnitt. Wann immer Brose offensiv etwas heißer lief (60:72, 32.), antwortete Frankfurt auf der Gegenseite ebenfalls. Nachdem Scrubb sechs Minuten vor Schluss in einer guten Bamberger Phase den Dreier zum 60:75 traf, war das Spiel gelaufen. Zwar versuchte der deutsche Meister nochmal vieles, einzig es sollte und wollte nichts fallen. Die Feldwurfquote am Ende lag bei nur mageren 37 Prozent.

Foto: Julian Reckmann 

Brose Bamberg:
Hackett 11, Wright 14, Zisis 5, Nikolic 4, Staiger 6, Wolf dnp, Lô 8, Olinde, Edigin dnp, Rubit 6, Musli 16, Radosevic 2

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