Brose Bamberg unterliegt in Jena

Brose Bamberg musste am 22. Spieltag eine deutliche 68:85-Niederlage bei Science City Jena hinnehmen. Ausschlaggebend dafür war vor allem ein schlechtes zweites Viertel (18:29). Auch in der zweiten Halbzeit fand der deutsche Meister keine Energie, um gegen stark aufspielende Jenaer bestehen zu können. Beste Werfer auf Bamberger Seite war Ricky Hickman mit 16 Punkten.

Andrea Trinchieri: „Glückwunsch an Jena zu einem großartigen Spiel und absolut verdienten Sieg. Sie haben mit viel Energie gespielt und tollen Basketball gezeigt. Sie haben uns zerstört. Es war für uns ein rabenschwarzer Abend. Natürlich war es bisher eine schwierige Saison, aber so eine Niederlage wie heute zu verdauen, das ist schwer. Wir haben uns als Team peinlich präsentiert. Keine Energie, keine Kraft, nichts. Unser Team ist mit vielen Situationen überfordert. Aber wenn du zwei Beine, zwei Arme und ein Herz hast, solltest du das auch benutzen. Meine Spieler sind momentan nicht in der Lage die simpelsten Grundlagen im Basketball zu tun.“

 

Neben den Verletzten Patrick Heckmann, Elias Harris, Bryce Taylor und Luka Mitrovic setzte aufgrund der Ausländerregelung Ali Nikolic aus. Den Kader komplettierten mit Eddy Edigin, Louis Olinde und Tibor Taras drei Spieler aus Broses Farmteam Baunach Young Pikes. Bamberg startete gut in die Partie, besonders Ricky Hickman zeigte sich treffsicher. Er war für die ersten acht Brose Punkte zur 8:7-Führung verantwortlich. Danach wechselte die Führung hin und her, mit einem 20:20 beendeten beide Teams das erste Viertel.

 

Nikos Zisis besorgte die ersten Punkte für Brose in den zweiten zehn Minuten, ehe Jena einen 6:0-Lauf startete, der Head Coach Trinchieri zur Auszeit zwang. Doch hatten die Gastgeber von Außen ein ganz sicheres Händchen. Eine Minute vor Ende der ersten Halbzeit lag Jena beim 33:45 mit zwölf Punkten vorne. Der bis dato höchste Vorsprung der Hausherren. Daniel Hackett brachte Brose noch einmal mit fünf Punkten in Folge heran, doch zur Pause lag Bamberg noch mit elf Zählern hinten, stand es 38:49.

 

Brose startete mit Punkten von Ricky Hickman und Louis Olinde gut in das dritte Viertel (44:48, 23.). Jena konterte jedoch mit einem 12:0-Lauf und baute die Führung seinerseits wieder auf 16 Punkte aus: 44:60. Für Bamberg lief es in erster Linie von der Freiwurflinie. Erst Rubit, dann Zisis trafen zum 50:60-Rückstand. Doch Jena hatte immer die passende Antwort und sorgte mit einem weiteren 8:0-Lauf bei noch zwei Minuten im dritten Viertel für eine erste kleine Vorentscheidung. Mit einem 54:68-Rückstand ging Brose in den Schlussabschnitt.

 

Den dominierte abermals Jena. Zwischenzeitlich führte Science City mit 24 Punkten. Am Ende brachten auch die Distanzwürfe der Brose-Spieler nichts mehr. Bamberg verlor mit 68:85 und wartet weiter seit dem 4. November 2017 und damit seit 104 Tagen auf einen Auswärtssieg.

 

Brose Bamberg:

Hackett 10 , Hickman 16, Wright 11, Zisis 6, Staiger, Lô 3, Olinde 8, Edigin, Taras dnp, Rubit 4, Radosevic 10, Musli    

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