Brose Bamberg unterliegt in Piraeus

Brose Bamberg musste sich am 25. Spieltag der Turkish Airlines EuroLeague bei Olympiacos Piraeus mit 79:87 geschlagen geben. Dabei zeigte der erstmals von Luca Banchi trainierte deutsche Meister eine über die gesamten 40 Minuten gute Leistung. Mit ausschlaggebend am Ende für die Niederlage war die Reboundüberlegenheit der Gastgeber (38:25), die hierdurch zu zu vielen zweiten Chancen kamen. Außerdem durfte Piraeus 32 Mal an die Freiwurflinie (28 Treffer), Brose nur elf Mal (neun Punkte). Bester Bamberger Werfer war Dorell Wright mit 23 Zähler.

Luca Banchi: „Glückwunsch an Olympiacos. Aber ich glaube, dass wir einen exzellenten Job gemacht haben. Meine Spieler haben großen Einsatz und viel Leidenschaft gezeigt und mit einem der besten europäischen Teams mitgehalten. Es war vor allem im ersten und dritten Viertel nicht einfach. Da hat man gemerkt, dass uns vor allem Größe unter dem Korb fehlt. Aber wir haben uns von Schwächephasen nicht unterbekommen lassen, sind zurückgekommen. Das imponiert mir sehr. Wir haben gut zusammengespielt, viele Assists gegeben – so stelle ich mir das vor. Wir haben zu viele einfache Fouls verursacht, da müssen wir smarter werden. Aber, alles in allem, ist das eine Leistung, auf der wir aufbauen können.“

 

Olympiacos kam besser in die Partie. Vor allem Milutinov tat Brose anfangs mit sechs Punkten weh (3:10, 4.). Mitte des Viertels legte Bamberg dann aber die Nervosität ab. Ricky Hickman hielt seine Mannschaft in dieser Phase im Spiel (10:12, 7.). Erst gegen Ende des Abschnitts konnte sich Piraeus durch eine Vielzahl an getroffenen Freiwürfen bis auf zehn Punkte absetzen (17:27, 9.). Nach zehn Minuten stand es 19:27.

 

Im zweiten Viertel zeigte Brose Kämpferherz. Dorell Wright brachte seine Mannschaft wieder ran, Maodo Lô netzte zwei Dreier in Folge zum Ausgleich ein (29:29, 13.). Allerdings verpasste es Bamberg nachzulegen. Oder anders: Olympiacos traf seinerseits nun von Außen. Zweimal war Tillie erfolgreich und brachte die Hausherren Mitte des Abschnitts wieder etwas weg: 31:38. Aber die Gäste zeigten Moral. Angetrieben immer wieder von Maodo Lô kam der deutsche Meister auch aus dieser schwierigen Phase heraus. Louis Olinde war es dann, der 90 Sekunden vor der Pause Brose erstmals in Führung schoss: 40:38. Zur Halbzeit war die Partie ausgeglichen: 42:42.

 

Das dritte Viertel gehörte dann aber wieder – wie schon Nummer eins – zu großen Teilen den bereits für die Playoffs qualifizierten Griechen. Printezis drehte nun auf und sorgte mit sechs Zählern Mitte des Abschnitts wieder für eine zweistellige Führung der Hausherren (49:59, 25.). Vor allem unter dem Korb fehlte Brose in dieser Phase die von Banchi in der Pressekonferenz angesprochene Größe, denn Olympiacos gelang es immer wieder durch erfolgreiche Rebounds ebenso erfolgreich abzuschließen. Und dennoch: Brose ließ sich nicht komplett abschütteln, lag vor den letzten zehn Minuten nur mit acht Punkten zurück: 61:69.

 

Im Schlussabschnitt versuchte der deutsche Meister, den 13 Fans aus Bamberg begleiteten, nochmal alles. Hackett und Radosevic brachten Brose wieder in Schlagdistanz (67:73, 33.). Für Piraeus drehte nun McLean auf, der sein Team drei Minuten vor Schluss wieder zweistellig nach vorne brachte: 72:82. Am Ende unterlag Brose Bamberg mit 79:87. Bereits in der Kabinenansprache nach dem Spiel wurde der Fokus auf den Sonntag und das wichtige BBL-Spiel gegen ratiopharm ulm gelegt.

 

Brose Bamberg:

Hackett 6, Hickman 14, Wright 23, Zisis 2, Nikolic, Staiger, Mitrovic, Lô 16, Olinde 2, Rubit 6, Radosevic 10

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