Brose Bamberg unterliegt München

Brose Bamberg musste am 13. Spieltag der easyCredit BBL nach zuletzt wettbewerbsübergreifend acht Siegen in Folge wieder eine Niederlage hinnehmen. Gegen München verlor das Team von Ainars Bagatskis mit 75:80. Mit ausschlaggebend dafür war eine völlig verkorkste Anfangsphase (2:18, 6.). Zwar kämpfte sich Brose zur Halbzeit wieder auf zwei Zähler ran (37:39), musste zu Beginn des dritten Viertels aber einen erneuten Lauf der Gäste hinnehmen (37:46, 22.). Zwar kam Bamberg kurz vor Schluss durch einen 8:0-Run nochmals zurück (73:75, 40.), am Ende reichte es aber nicht mehr zum Sieg. Bester Brose-Werfer war Augustine Rubit mit 24 Punkten.

Ainars Bagatskis: „Wir wollten unser Hauptaugenmerk heute auf die Physis, unsere Energie legen und den Ball nicht verlieren. Über weite Strecken haben wir viel davon richtig gemacht, aber wir sind sehr soft gestartet und haben das vermissen lassen, was wir uns vorgenommen haben. Ins dritte Viertel sind wir erneut sehr schlecht gekommen, aber wir haben uns zurückgekämpft, da wir körperlich und aggressiv gespielt haben. Wir haben gegen ein sehr gutes EuroLeague-Team verloren. Wenn wir da mithalten wollen, dürfen wir nicht weich sein, sondern müssen 40 Minuten aggressiv agieren.“

Die ersten sieben Minuten waren komplett zum Vergessen für Brose Bamberg. Weder offensiv noch defensiv konnten die Hausherren auch nur ansatzweise ihr Repertoire abrufen. Die Folge war ein schnelles 0:13 nach 180 Sekunden, kurz darauf ein 2:18. Zwei Dreier von Rice und Taylor weckten das Bamberger Team und die 6.150 Fans aber auf (9:18, 8.). Allerdings blieb München stark. Koponen traf mit der Sirene den Dreier zum 15-Punkte-Rückstand: 11:26.

Im zweiten Viertel lief plötzlich eine andere Brose-Mannschaft aufs Parkett. Die Körpersprache stimmte nun, die Aktionen wurden kontrollierter. Die Folge war ein 8:0-Lauf der Hausherren, die wieder auf sieben Zähler dran und damit zurück im Spiel waren (19:26, 12.). München brauchte gut zwei Minuten, um seinerseits die ersten Zähler des Abschnitts zu erzielen. Nun wog die Partie hin und her, Mitte des Viertels lag Brose nach einem weiteren Rice-Dreier noch mit 26:33 zurück. Die letzten zwei Minuten vor der Pause gehörten aber, wie schon die ersten beiden des Viertels, einzig den Hausherren. Ein abermaliger 8:0-Lauf brachte Bamberg zur Halbzeit auf zwei Punkte ran: 37:39.

So gut das zweite Viertel begann und endete, so schlecht fing das dritte an. München kam mit mehr Energie aus der Kabine und zog durch einen schnellen 7:0-Run wieder weg (37:46, 22.). Aber Brose ließ sich nun davon nicht abschrecken. Zumindest einer nicht: Augustine Rubit war für die ersten elf Bamberger Punkte nach der Pause zuständig und sorgte so dafür, dass die Hausherren auch nach 28 Minuten noch in Schlagdistanz blieben: 49:56. Als Tyrese Rice kurz vor Ende des Viertels seinen dritten Dreier traf, waren die Halle und Brose vollends da: 54:60.

Es entwickelte sich nun eine rasante Partie. Brose versuchte alles, aber München hatte zunächst immer die passende Antwort parat. Vor allem Jovic bekam die Bamberger Defensive zu Beginn des letzten Viertels nur schwer zu greifen. Seine sechs Zähler in Folge bedeuteten den erneuten Neun-Punkte-Rückstand (58:67, 34.). Aber die Hausherren zeigten Moral, kamen durch einen 8:0-Lauf in den letzten 90 Sekunden wieder auf zwei Punkte ran (73:75, 40.). Djedovic mit dem Dreier aus der Ecke besiegelte kurz darauf jedoch alle Brose-Träume und sorgte für die Vorentscheidung zugunsten der Gäste, die am Ende mit 75:80 die Oberhand behielten.

Brose Bamberg:

Hickman 2, Rice 21, Zisis 5, Jelovac 2, Stuckey, Schmidt, Harris 10, Rubit 24, Alexander 6, Heckmann 2, Taylor 3

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