Brose Bamberg verliert gegen Bayreuth

Brose Bamberg unterliegt am 14. Spieltag der easyCredit BBL medi bayreuth mit 84:94. Ausschlaggebend dafür war ein schlechtes drittes Viertel, das die Hausherren mit 17:27 verloren und damit nach einem ausgeglichenen Halbzeitstand (43:43) mit einem 60:70-Rückstand in den Schlussabschnitt gehen mussten. Die zehn Punkte waren am Ende zu viel an Hypothek und Bayreuth gewann das erste Mal nach 21 Jahren wieder in einer Bamberger Halle ein Oberfrankenderby. Bester Brose-Werfer war Stevan Jelovac mit 19 Punkten.

Ainars Bagatskis: „Es ist heute kein gutes Gefühl nach dem Spiel hier zu sitzen. Wir haben viel über Bayreuth gesprochen und wie gut diese Mannschaft ist. Im Basketball ist Einsatz und Aggressivität wichtig, das lassen wir vermissen. Wir haben in 19 Minuten ganze drei Fouls kassiert und Bayreuth hat uns 27 Punkte in der eigenen Zone eingeschenkt. Das passt nicht zusammen. Das zweite Spiel in Folge sind wir jetzt schon schlecht ins dritte Viertel gestartet. Da kommt Robertson ohne Punkte in die zweite Halbzeit und scort dann nach Belieben. Sie haben schnell und smart gespielt. Wir waren in ein paar Situationen dran, aber haben es nicht geschafft vorbei zu ziehen.“

Den besseren Beginn in das 77. Oberfrankenderby erwischten die Hausherren, die nach fünf Rubit-Punkten in Folge mit fünf Zählern vorne lagen (7:2, 2.). Ein kleiner 5:0-Lauf der Gäste glich die Partie nach drei Minuten aber aus: 7:7. Mitte des Viertels konnte sich Brose, das wieder ohne Kulboka (Ausländerregelung) und Olinde (Hüftverletzung) antreten musste, abermals etwas absetzen (14:6, 6.). Diesmal sorgte für Bayreuth ein 7:1-Run nicht nur für den Ausgleich, sondern für die erste Führung in der Partie (15:16, 8.). Ein Rice-Dreier holte diese jedoch wieder auf Seite der Hausherren, die nach zehn Minuten mit 22:20 führten.

War es im ersten Viertel Brose, das den besseren Beginn hatte, so spielten im zweiten Abschnitt zunächst nur die Gäste (22:27, 11.). Gut zwei Minuten dauerte es, ehe Hickman erstmals für Bamberg erfolgreich abschließen konnte: 25:27. Nach zwei Punkten von Brooks, den Brose in Hälfte eins überhaupt nicht in den Griff bekam und der bis zur Pause bereits auf 15 Zähler kam, sorgte ein 6:0-Lauf der Hausherren für den erneuten Führungswechsel (31:29, 14.). Es blieb nun eine ausgeglichene Partie, die durch je einen Dreier auf beiden Seiten zum Ende des Viertels mit 43:43 in die Pause ging.

Die ersten Minuten des dritten Abschnitts gehörten, wie schon im Spiel zuvor gegen München, einzig und alleine den Gästen. Bayreuth kam wacher und aggressiver aus der Kabine und brauchte genau vier Minuten, um erstmals zweistellig in Führung zu gehen: 48:58. Brose kämpfte sich durch zwei Dreier von Zisis und Hickman Mitte des Abschnitts wieder auf sechs Punkte ran (54:60, 26.). Doreth per Distanzwurf und weitere fünf Zähler von Brooks sorgten für einen Bayreuther Zwölf-Punkte-Vorsprung, den Jelovac zum Viertelende auf zehn korrigierte: 60:70.

Der Schlussabschnitt war ein Sinnbild der vorangegangenen 30 Minuten. Wann immer Brose näher ran kam (66:70, 32.), hatte Bayreuth die passenden Antworten parat und scorte seinerseits. Nachdem Brooks und Seiferth Mitte des Viertels den Bamberger Rückstand wieder auf neun Punkte haben anwachsen lassen (72:81), war es kurz darauf abermals der groß aufspielende De’Mon Brooks, der mit dem Dreier den endgültigen Dolchstoß für die Hausherren setzte (74:84, 37.). Zwar versuchte Brose nochmals alles, aber ein Run kurz vor Schluss kam zu spät und die 30. Niederlage im 77. Oberfrankenderby war besiegelt. Am Ende verlor Brose Bamberg mit 84:94 gegen medi bayreuth, das durch den Sieg auch in der Tabelle auf den vierten Platz vorbeizog.

Brose Bamberg:

Hickman 17, Rice 9, Zisis 8, Jelovac 19, Stuckey, Schmidt, Harris 8, Rubit 7, Alexander 2, Heckmann 11, Taylor 3

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