Brose Bamberg verliert gegen Oldenburg

Brose Bamberg musste am 32. Spieltag der easyCredit Basketball Bundesliga gegen die EWE Baskets Oldenburg eine 86:93-Niederlage hinnehmen. Zwar zeigte sich der Pokalsieger im Vergleich zum Final Four Wochenende deutlich verbessert, konnte aber das Tempo des furiosen Beginns (18:3, 5.) nicht halten. Spätestens als Oldenburg Anfang des letzten Viertels auf zwölf Zähler davonzog (68:80, 33.) war absehbar, dass die zwölfte Saisonniederlage nicht mehr zu verhindern sein würde. Auch nicht durch einen sensationell aufgelegten Tyrese Rice, der nicht nur mit 33 Punkten Topscorer wurde, sondern mit neun versenkten Dreiern auch einen neuen BBL-Saisonrekord aufstellte.

Federico Perego: „Glückwunsch an Oldenburg für einen letztlich verdienten Sieg. Wir haben heute die richtige Einstellung gezeigt. Wir sind mit großer Energie in die Partie gestartet, aber am Ende haben uns die Kräfte gefehlt. Wir müssen in den nächsten beiden Partien genauso kämpfen wie heute. Dann geht es in die Playoffs und die Saison startet neu.“

Ricky Hickman fehlte im Brose Kader. Der Amerikaner ist am letzten Sonntag zum dritten Mal Vater geworden und noch bis Donnerstag in den USA bei seiner Familie. Die restlichen Bamberger begannen furios. Brose überrannte schier überrascht wirkende Oldenburger in den ersten Minuten. Der Lohn war ein 15-Punkte-Vorsprung Mitte des Viertels: 18:3. Es dauerte gut sechs Minuten, ehe sich die Gäste von dem ersten Schock erholen und ihrerseits nun Offensivaktionen erfolgreich abschließen konnten. Ein 6:0-Lauf brachte Oldenburg wieder einstellig ran (18:9, 7.). Es folgten Freiwurfreigen auf beiden Seiten, zwei Dreier von Tyrese Rice und auf der Gegenseite einer von Boothe. Elias Harris erzielte die letzten Zähler des ersten Abschnitts zum 29:19.

Die ersten drei Minuten des zweiten Viertels gehörten den Niedersachsen, die Broses Vorsprung sukzessive schmelzen ließen. Nach Dreiern von Cummings und Mahalbasic waren die Gäste nach gut 15 Minuten wieder in Schlagdistanz: 35:30. Rice traf seinen nächsten Dreier – zur Pause hatte er bereits sechs –, aber Oldenburg, das zwischenzeitlich Karsten Tadda durch ein unsportliches und ein technisches Foul verloren hatte, blieb jetzt dran. Zur Pause lag Brose noch mit drei Punkten vorne, stand es 47:44.

Oldenburg kam fokussierter aus der Kabine und ging nach gut 23 Minuten durch Ricky Paulding erstmals in Führung, die er kurz darauf per Dreier auf vier Punkte ausbaute: 49:53. Nach einem offensiv starken ersten Viertel, in dem Brose 29 Punkte erzielte, wollte im zweiten (18) und dritten (17) indes vorne nicht mehr viel gelingen. Die Konsequenz: Oldenburg zog auf zehn Zähler weg (53:63, 26.). Augustine Rubit übernahm nun Verantwortung bei den Hausherren. Elf Punkte erzielte er in den letzten vier Minuten des dritten Viertels und sorgte somit dafür, dass Bambergs Rückstand nur drei Punkte betrug: 64:67.

Boothe eröffnete den Schlussabschnitt per Dreier (64:70, 31.). Bei Brose merkte man nun, dass die Kräfte mehr und mehr schwanden. Oldenburg schoss, wiederum durch Nathan Boothe, nach 33 Minuten seine bis dato höchste Führung heraus: 68:80. Tyrese Rice brachte seine Mannschaft durch zwei Dreier in Folge Mitte des Viertels wieder auf sechs Zähler ran: 74:80. Es reichte jedoch nicht. Die Gäste spielten die Partie am Ende clever nach Hause. Mit ein Faktor für die schlussendliche 86:93-Niederlage: Brose gestattete Oldenburg neun Offensivrebounds, verlor das Duell insgesamt mit 26:34. Und dennoch kann die Mannschaft von Federico Perego nach dem verkorksten Wochenende in Antwerpen einiges positives aus dem Spiel mitnehmen in die nächste Partie. Die findet bereits am Freitag beim großen Brose-Oberfrankenderby gegen medi bayreuth statt.

Brose Bamberg:

Rice 33, Zisis 6, Stuckey 6, Schmidt, Olinde, Harris 7, Rubit 19, Alexander 8, Heckmann 4, Taylor 3, Kullamäe dnp, Kulboka dnp

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