Brose Bamberg will gegen Mornar Bar ersten BCL-Heimsieg

Brose Bamberg empfängt am 4. Spieltag der Basketball Champions League KK Mornar Bar. Spielbeginn gegen den montenegrinischen Vertreter ist am Dienstag um 20 Uhr. Tickets können noch unter tickets.brosebamberg.de erworben werden. Die Partie gibt es zudem wie gewohnt live und exklusiv auf DAZN.com.

Bamberg gegen Mornar Bar, eine Begegnung, die es so in einem Pflichtspiel noch nicht gegeben hat. Brose ist aktuell Tabellensechster der BCL, der Gast reist als Schlusslicht in die BROSE ARENA. Und vor allem auf fremdem Parkett haben die Montenegriner Probleme. So konnten sie weg von Zuhause erst eine einzige Partie gewinnen – bei insgesamt neun BCL-Spielen. In allen neun Partien haben sie nie mehr als 74 Punkte erzielt. Brose hingegen ist in eigener Arena stark, hat lediglich eines der – saisonübergreifend – letzten sechs Heimspiele verloren. Dummerweise war es das Letzte gegen Novgorod. Aber auch hierfür gibt es eine für Bamberg positive Statistik, denn das Team hat bislang noch nie zwei BCL-Heimspiele in Folge das Parkett als Verlierer verlassen.

KK Mornar Bar ist der Basketballclub der montenegrinischen Stadt Bar. 1974 gegründet gelangen der Mannschaft bislang zwei Vizemeisterschaften (2011 und 2016) und zweimal der Einzug ins Pokalfinale (2010 und 2016). Ebenfalls 2016 wurden sie Vizemeister der supranationalen Balkan League. Mornar Bar war bereits in der ersten Saison der Basketball Champions League 2016/2017 vertreten, beendet die Spielzeit mit vier Siegen und zwölf Niederlagen. Nach zwei Jahren Abstinenz schaffte es die Mannschaft von Trainer Mihailo Pavicevic durch die Qualifikation (deutlicher Sieg und knappe Niederlage gegen Benfica Lissabon) wieder in die Hauptrunde der BCL. Dort läuft es bislang aber noch nicht rund. Drei Spiele, drei Niederlagen, die letzte mit 69:89 in Novgorod – so lautet die bisherige Bilanz. In der heimischen ABA League gewann Mornar Bar zuletzt mit 77:70 gegen Cedevita Olimpija und eroberte damit Tabellenplatz sechs. Offensiver Dreh- und Angelpunkt ist Jacob Pullen. Er hat in allen drei bisherigen BCL-Spielen mindestens 15 Punkte erzielt, dazu immer mindestens zwei Dreier getroffen. Bester Rebounder (5,0) und Assistgeber (5,0) ist Derek Needham, deutschen Fans eventuell noch aus seiner Zeit bei den Basketball Löwen Braunschweig bekannt, für die er in der Saison 2015/2016 auflief. Ein Wiedersehen gibt es für die Bamberger Fans mit Damir Markota, der zu Beginn der Saison 2013/2014 insgesamt 15 Spiele für Brose absolvierte.

Brose Bamberg geht mit wettbewerbsübergreifend drei Siegen in Folge in die Partie gegen Mornar Bar. Nach den Erfolgen in Hamburg und Gaziantep blieb die Mannschaft von Roel Moors auch gegen die BG Göttingen cool und sicherte sich am Sonntag einen 89:82-Erfolg. Dabei punktete jeder Bamberger Spieler. Zudem gewann Brose das Reboundverhältnis einmal mehr deutlich. In der Champions League sind die Olinde, Sengfelder und Co. in erster Linie am gegnerischen Brett bislang kaum zu stoppen. Durchschnittlich 16,7 Offensivrebounds bedeuten Ligaspitzenwert. Aus diesen zweiten Chancen resultierten im Schnitt 15 Punkte. Die Bankspieler sind ein wichtiger Faktor im Spiel der Bamberger. 53,2% der Gesamtpunkte kommen von Akteuren, die während des Spiels eingewechselt werden. In ganzen Zahlen: von bislang 205 erzielten Punkten scorten 109 Spieler von der Bank kommend. Bester Bamberger Werfer ist Elias Harris mit durchschnittlich 12,3 Punkten auf europäischem Parkett. Louis Olinde greift mit 7,0 im Schnitt die meisten Rebounds, während Paris Lee knapp sechs Assists pro Partie verteilt.

Roel Moors: „Wir haben in den letzten Spielen gute Ansätze gezeigt. Allerdings müssen wir noch konstanter werden. Einer guten Phase folgt meist eine weniger gute. Das müssen wir in den Griff bekommen. Mornar Bar ist ebenso wie Göttingen besser als der Tabellenstand aussagt. Das bedeutet für uns: wir müssen wieder von Beginn an fokussiert und engagiert ins Spiel gehen, dürfen sie nicht zur Entfaltung kommen lassen.“

Zwischen dem Ende der Partie gegen Göttingen und dem Beginn des Spiels gegen Mornar Bar liegen gerade einmal 50 Stunden. Nicht viel Zeit, um sich zu regenerieren und vorzubereiten. Es bleibt nur eine Trainingseinheit am Montagnachmittag, um sich auf den kommenden Gegner einzustellen.

Nelson Weidemann: „Das ist kein Problem. Wir arbeiten jedes Training auf solch eine Belastung hin. Wichtig ist, dass wir im Kopf bereit sind. Wir bekommen vom Trainerteam eine perfekte Analyse des Gegners, mit all seinen Stärken und Schwächen. Das müssen wir beherzigen.“

Nach der Partie gegen Mornar Bar hat Brose Bamberg ein paar Tage Zeit zum Regenerieren. Erst am Sonntag steht mit der Begegnung gegen die Telekom Baskets Bonn das nächste Spiel auf dem Plan.

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