Brose Bamberg will positive Stimmung mit nach Vechta nehmen

Brose Bamberg reist am 19. Spieltag der easyCredit Basketball Bundesliga zu RASTA Vechta. Tip-Off zur Partie des Tabellenachten beim -sechsten ist am Samstag um 18 Uhr. MagentaSport überträgt wie gewohnt live und exklusiv auf seinen Kanälen.

19 Tage liegen zwischen dem letzten Aufeinandertreffen und dem kommenden. Dabei haben die Bamberger an das Spiel vom 19. Januar keine guten Erinnerungen, mussten sie sich doch nach teilweise deutlicher Führung in der Schlusssekunde mit 85:86 geschlagen geben. Seitdem gab es in der Bundesliga aber zwei Siege für Brose, Vechta hingegen musste neben einem Erfolg auch eine Niederlage einstecken. In der Tabelle sind beide Teams punktgleich, weshalb der Partie im Hinblick auf die Playoffs durchaus Bedeutung zukommt. Dabei wird es für Brose wieder auf die Verteidigung ankommen, die mit im Schnitt zugelassenen 77,5 Punkten nach wie vor die zweitbeste der gesamten BBL ist. Brose traf bislang durchschnittlich exakt jeden zweiten genommen Wurf (Vechta 45,4%), zudem über 37 Prozent der Dreierversuche (Vechta 35,1%). Bei den Rebounds (36,3/33,8) ist Bamberg im direkten Duell ebenfalls vorne, ligaweit auf Platz drei. Allerding traf Vechta bislang besser von der Freiwurflinie (72,8%/78,8) und verteilte minimal mehr Assists (19,8/19,9). Allerdings: vier der letzten fünf Partien gegen die Niedersachsen gingen für Bamberg verloren. Brose ist also definitiv gewarnt.

Die Partie gegen Bamberg beschließt eine Woche für RASTA Vechta, die bislang zwei Auswärtsniederlagen beinhaltet. In der BBL verlor die Calles-Truppe mit 78:85 in Ludwigsburg, schmerzhafter aber dürfte das 71:87 am Mittwoch in Burgos gewesen sein, das gleichbedeutend mit dem Ausscheiden aus der Basketball Champions League war. In Spanien waren es die Viertel zwei (12:24) und vier (14:22), die das Spiel zugunsten der Gastgeber beeinflussten. Zwar punkteten für Vechta vier Spieler zweistellig, am Ende aber war es zu wenig, zumal das Reboundduell ebenfalls deutlich mit 32:45 verloren ging. Einmal mehr auffällig aber: Vechta zwang seinen Gegner zu insgesamt 22 Ballverlusten. Ein Fakt, der beim Hinspiel in Bamberg einer der Genickbrüche für Brose war, als die Niedersachsen Bamberg zu zwölf Turnover zwangen, fünf davon alleine bei Einwurfsituationen. Vechta ist ein sehr spielstarkes, schnelles, ausgeglichenes Team. Sechs Spieler punkteten in der BBL bislang im Schnitt zweistellig, Steve Vasturia mit 14,3 Zählern dabei am besten. Der Amerikaner ist zudem mit durchschnittlich 5,4 direkten Korbvorlagen bester Assistgeber. Bester Rebounder ist Ishmail Wainright mit 4,9. Im Hinspiel überragte jedoch ein anderer: Trevis Simpson erzielte da nämlich seine Karrierebestleistung von 32 Punkten, traf dabei insgesamt neun Dreier.

Brose Bamberg will die gute Stimmung aus den letzten beiden Siegen mit nach Vechta nehmen. Dem BBL-Heimsieg gegen Frankfurt folgte am Dienstag ein Erfolg über das spanische Spitzenteam Iberostar Tenerife. Dabei machte es sich Bamberg zwar einmal mehr schwerer, als nötig, denn einmal mehr wurde ein Vorsprung in den letzten Sekunden der Partie verspielt. Diesmal jedoch hielt die Mannschaft dem mentalen Druck stand und sorgte in der Verlängerung für den befreienden Sieg in einem knappen Spiel. Matchwinner dabei war Christian Sengfelder, der in den letzten 90 Sekunden acht Punkte, darunter zwei Dreier, erzielte und seinem Team damit den Sieg sicherte. Der hatte zwar sportlich keinen Wert, da Brose bereits vor der Partie keine Chance mehr auf das Erreichen der Champions League Zwischenrunde hatte, er hatte aber einen enorm psychologischen. Denn erstmals in der Saison konnte Bamberg ein knappes Spiel am Ende für sich entscheiden. Dieses positive Momentum gilt es jetzt mit nach Vechta zu nehmen. Bester Bamberger Werfer in den bisherigen BBL-Spielen war Assem Marei mit durchschnittlich 12,1 Punkten. Der Ägypter ist mit im Schnitt 6,2 auch Broses bester Rebounder. Paris Lee verteilte mit bislang 6,5 durchschnittlich die meisten direkten Korbvorlagen für seine Teamkollegen.

Roel Moors: „Wir müssen morgen einmal mehr beweisen, dass wir bereit sind. Wir müssen ihnen ihre Energie und ihre Bissigkeit von Beginn an nehmen. Das Heimspiel muss uns eine Lehre sein. Wir hatten viel richtig gemacht, in der entscheidenden Phase aber auch viel falsch. Das muss morgen besser und anders werden.“

Sein erstes Spiel gegen Vechta diese Saison wird Nelson Weidemann bestreiten. Das Nachwuchstalent laborierte im ersten Aufeinandertreffen noch an den Folgen eines Bänderrisses. Den hat er mittlerweile komplett auskuriert, stand unter der Woche gegen Teneriffa erstmals wieder in der Startformation.

Nelson Weidemann: „Wir haben eine enorm hohe Trainingsintensität, wahrscheinlich höher, als im Spiel selbst. Da ging alles problemlos, daher freue ich mich jetzt endlich wieder voll eingreifen zu können. Das Hinspiel war bitter. Für die Jungs auf dem Feld, aber auch für mich von draußen. Wir alle wollen das Ergebnis vergessen machen. Dafür müssen wir vor allem ihre Intensität matchen.“

Nach der Rückkunft aus Vechta am Sonntagmorgen gegen vier Uhr steht bereits am Nachmittag eine erste Vorbereitungseinheit für das Spiel am Dienstag gegen Hamburg auf dem Plan. Die Partie gegen die Hansestädter ist die letzte vor der rund zweieinhalbwöchigen Pokal- und Nationalmannschaftspause.

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