Brose Baskets verlieren in Oldenburg

Die Brose Baskets mussten sich am 30. Spieltag der Beko Basketball Bundesliga den EWE Baskets Oldenburg mit 102:97 geschlagen geben. Ein Grund für die erste Niederlage nach zuletzt 20. BBL-Siegen in Folge war das dritte Viertel, das der deutsche Meister mit 17:25 abgeben musste. Vor allem Brian Qvale bekamen die Gäste nicht in den Griff. Der Oldenburger Center kam am Ende auf 31 Punkte. Die Brose Baskets stemmten sich bis zuletzt gegen Niederlage, kamen aber – nach einem zwischenzeitlichen 15-Punkte-Rückstand – nicht mehr näher als vier Zähler ran. Bei den Bambergern punkteten Brad Wanamaker (23) und Janis Strelnieks (22) am besten.

Andrea Trinchieri: „Glückwunsch an Oldenburg zu einem verdienten Sieg. Wir haben es heute nicht geschafft, unsere Verteidigung auf ein gewisses Niveau zu bekommen. Ich habe in meiner Karriere noch nie 102 Punkte kassiert. Niederlagen gehören zum Basketball. Daher werden wir morgen wieder in die Halle gehen und trainieren.“

Broses Head Coach schickte zuerst Brad Wanamaker, Darius Miller, Lucca Staiger, Nicolò Melli und Leon Radosevic aufs Parkett. Lucca Staiger eröffnete die Partie mit einem Dreier für die Gäste, Paulding glich auf der Gegenseite ebenfalls mit dem Distanzwurf aus (3:3, 2.). Bereits in den Anfangsminuten wurde deutlich: es wird von beiden Seiten eine intensiv geführte Partie. Qvale und Kramer brachten die Gäste nach vier Minuten beim zwischenzeitlichen 9:5 mit vier Punkten in Front. Melli sorgte Mitte des Viertels per Dreier dafür, dass die Brose Baskets auf einen Zähler ran kamen, Radosevic holte die Führung kurz darauf wieder auf Seite der Gäste (11:12, 6.). Aber Oldenburg blieb bissig. Zwei Minuten vor Ende des ersten Abschnitts war das Spiel nach wie vor ausgeglichen, stand es 17:16 für Oldenburg. In den letzten 120 Sekunden waren es Brad Wanamaker und Janis Strelnieks für die Brose Baskets, sowie Duggins für Oldenburg, die dafür sorgten, dass es mit 21:20 in die erste Viertelpause ging.

Elias Harris besorgte die ersten vier Punkte in Abschnitt zwei für die Gäste, Paulding antwortete für Oldenburg (23:24, 12.). Zisis und Theis legten nach, für die Hausherren waren Duggins und Prepelic per Dreier erfolgreich. Brad Wanamaker holte die Ein-Punkt-Führung kurz darauf wieder auf die Brose-Seite, Paulding traf den Dreier für Oldenburg (31:29, 14.). Es blieb auch zur Mitte der zweiten zehn Minuten eine knappe Kiste. Daniel Theis ließ es zum 34:33 krachen. Für die Hausherren lief Paulding heiß. Mit seinem dritten Dreier sorgte er für die Fünf-Punkte-Führung, die Janis Strelnieks im Gegenzug mit einem AND1 wieder relativierte und im nächsten Angriff mit dem Dreier umkehrte (40:41, 17.). Kramer traf den Dreier für die Hausherren, Miller für die Gäste. Zur Pause stand es ausgeglichen: 49:49. Bester Werfer bei den Brose Baskets waren bislang Janis Strelnieks (10) und Nicolò Melli (9).

Kramer und Qvale für Oldenburg, Theis für Brose hießen die ersten erfolgreichen Scorer der zweiten Halbzeit (53:51, 22.). Wanamaker sorgte kurz darauf mit zwei Freiwürfen für den Ausgleich, Zisis nach schönem Fast Break für die Führung: 53:55. Danach aber zwei ganz starke Minuten der Hausherren: Qvale, Paulding, Kramer und Duggins setzten Mitte des Viertels zu einem 12:0-Lauf an und brachten Oldenburg erstmals zweistellig in Front: 65:55. Wanamaker hielt mit fünf Brose-Punkten dagegen (67:60, 27.). Vor allem Offensiv lief bei den Brose Baskets in den dritten zehn Minuten wenig zusammen, defensiv standen sie oftmals zu weit von ihren Gegenspielern weg. Der dritte Abschnitt endete mit 25:17. Die EWE Baskets Oldenburg gingen mit einer 74:66-Führung in das letzte Viertel.

Drei Duggins-Freiwürfe, dazu Qvale mit vier Punkten – die Hausherren zogen Anfang des letzten Viertels weiter davon (81:66, 32.). Die Brose Baskets aber zeigten Moral. Janis Strelnieks und Nikos Zisis brachten den deutschen Meister durch zwei Dreier in Folge wieder auf elf Zähler ran (83:72, 35.). Drei Minuten vor Schluss waren es nach einem Theis-Dunking noch zehn Punkte: 90:80. Brad Wanamaker sorgte kurz darauf durch zwei erfolgreiche Freiwürfe dafür, dass seine Mannschaft wieder in den einstelligen Rückstandsbereich rutschte (90:82, 37.). Näher als vier Punkte (99:95 nach einem Zisis-Dreier) kamen die Gäste allerdings nicht mehr. Am Ende hieß es 102:97 für die EWE Baskets Oldenburg.

EWE Baskets Oldenburg:

Kramer 19, Wimberg, Kramer, Smeulders 6, Bacak dnp, Prepelic, Lockhart 7, Paulding 16, Aleksandrov 2, Schwethelm, Qvale 31, Duggins 21

Brose Baskets:

Melli 11, Zisis 14, Staiger 5, Theis 12, Wanamaker 23, Strelnieks 22, Harris 4, Miller 3, Heckmann, Idbihi dnp, Radosevic 3

Foto: Ulf Duda

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