Brose gewinnt in Tübingen

Brose Bamberg hat das Doppelspielwochenende siegreich bestritten und nach Gotha am Freitag auch gegen die WALTER Tigers Tübingen gewonnen. Am 3. Spieltag der easyCredit BBL setzte sich der deutsche Meister mit 81:73 durch. Dabei zeigte Brose über weite Strecken des Spiels guten Basketball, erspielte sich einen teilweise 21-Punkte-Vorsprung (38:17, 15.). Am Ende jedoch ließen es die Bamberger in der Verteidigung etwas schleifen, so dass die Hausherren nochmals auf drei Zähler rankamen (69:66, 37.). Die letzten Minuten aber spielten es die Gäste, bei denen Luka Mitrovic mit 16 Punkten Topscorer wurde, dann doch noch souverän nach Hause und legen von nun ab den Fokus auf Donnerstag, wenn mit dem Heimspiel gegen Maccabi Tel Aviv die Euroleague-Saison startet.

Ilias Kantzouris: „Wir haben über drei Viertel gut gespielt. Vor allem haben wir es geschafft, die guten Tübinger Dreierschützen aus dem Spiel zu nehmen. Was nämlich passiert, wenn man das nicht macht, haben wir im letzten Viertel gesehen. Da hatten wir eine unkonzentrierte Phase in der Verteidigung und schon war Tübingen dran und hatte Selbstbewusstsein. Für uns ist dieser Sieg ein weiteres Puzzleteil. Jetzt gilt die gesamte Konzentration dem Donnerstag.“

 

Kantzouris vertrat, wie schon in Gotha, Andrea Trinchieri, der aufgrund einer Familienangelegenheit am letzten Mittwoch nach Italien reisen musste, am Montag aber wieder in Bamberg sein wird. Neben dem Head Coach fehlten Brose die aufgrund der Ausländerregelung in der BBL nicht nach Tübingen mitgereisten Nikos Zisis und Quincy Miller. Elias Harris blieb mit leichten muskulären Problemen ebenso Zuhause.

 

Die restliche Mannschaft zeigte nach einer kurzen ausgeglichenen Anfangsphase (9:7, 4.), dass sie der Partie frühzeitig ihren Stempel aufdrücken wollte. Das gelang mit zunehmender Spielzeit immer besser. Ein Drei-Punkt-Spiel von Augustine Rubit brachte die erste zweistellige Führung (20:10, 8.). Nach einem Staiger-Dreier waren es nach den ersten zehn Minuten 15 Punkte Vorsprung, hieß es 26:11.

 

Im zweiten Abschnitt kam dann Tübingen offensiv besser in die Partie, dennoch hatte Brose das Spiel jederzeit im Griff. Luka Mitrovic war es, der für die größte Führung zuständig war (40:19, 17.). Zum Ende der ersten Halbzeit gelang Tübingen dann jedoch ein 9:0-Lauf, ehe Rubit den Schlusspunkt in Halbzeit eins zum 42:28 setzen konnte.

 

Das dritte Viertel war ebenso wie das zweite ausgeglichen. Ilias Kantzouris verteilte die Minuten in seinem Team. Bis auf Malik Müller (3:06) und Patrick Heckmann (9:29) spielten alle Bamberger Akteure am Ende mindestens 14 Minuten. Das Wechseln tat dem Brose-Spiel aber keinen Abbruch. Vor dem letzten Viertel führten die Gäste mit 62:46.

 

Dort dann allerdings das von Ilias Kantzouris angesprochene schlechte Verteidigen gegen die Tübinger Dreierschützen. Vor allem Richard traf aus allen Lagen – am Ende hatte er sechs erfolgreiche Dreier auf seinem Konto – und brachte seine Mannschaft sukzessive wieder ran. Easley war es drei Minuten vor Schluss, der den Bamberger Vorsprung auf nur noch drei Punkte schrumpfen ließ: 69:66. Brose aber fing sich wieder. In den letzten zwei Minuten scorte der deutsche Meister nochmals zwölf Punkte, so dass am Ende ein 81:73-Erfolg auf der Anzeigetafel stand.

 

Nach der Auftaktniederlage in Würzburg folgten damit drei Siege und der Sprung auf Tabellenplatz sechs.

 

Brose Bamberg:

Hackett 2, Hickman 4, Nikolic, Staiger 9, Mitrovic 16, Müller, Lô 12, Edigin dnp, Rubit 15, Heckmann 2, Radosevic 10, Taylor 11

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