Brose unterliegt Tel Aviv

Brose Bamberg musste zum Auftakt der Turkish Airlines EuroLeague eine 71:88-Heimniederlage gegen Maccabi FOX Tel Aviv hinnehmen. 33 Minuten spielte der deutsche Meister ordentlichen Basketball (67:67), dann schlichen sich aber zu viele Fehler ein. Die Gäste, angetrieben von Pierre Jackson – er alleine traf im letzten Viertel vier Dreier – sorgten mit einem 19:0-Lauf dafür, dass das Spiel innerhalb von fünf Minuten entschieden war (67:86, 38.). Bester Brose-Werfer war Nikos Zisis mit 16 Punkten.

Andrea Trinchieri: „Über 33 Minuten haben wir einen guten Job gemacht. Dann sind wir – warum auch immer – geschmolzen. Ganz einfach. Wir konnten nicht mehr dagegenhalten. Sie haben einige schwierige Würfe getroffen, wir haben einige Fehler gemacht und haben uns damit ein Loch gegraben. In diesem Moment möchte ich mein Team nicht an den Pranger stellen, weil es mit großem Abstand verloren hat. Natürlich ist es nicht schön. Aber meine Aufgabe ist es, objektiv zu bleiben. 33 Minuten haben wir gut gespielt. Dann sind wir als Mannschaft auseinandergefallen. Unser produktivster Spieler ist Nikos Zisis. Das sagt alles. Wir sind noch kein Team. Wir haben eine Menge zu tun. Aber ich bin nach dem Spiel nicht besorgter als zuvor. Es ist ein Prozess.“

 

Ohne Elias Harris und Quincy Miller kam Brose gut ins Spiel. Ein Hickman-Dreier brachte eine Fünf-Punkte-Führung (9:4, 4.). Den Vorsprung verwaltete der deutsche Meister bis zum Ende des Abschnitts. Augustine Rubit sorgte in seinem Euroleague-Debüt mit seinen ersten Punkten für das zwischenzeitliche 16:10. Nach zehn Minuten führte Brose nach wie vor mit sechs Zählern: 20:14.

 

Im zweiten Viertel fielen zu Beginn zwei Dreier. Mitrovic und Zisis trafen vom Perimeter. Mitrovic legte nochmals nach und brachte Brose mit acht Punkten nach vorne (30:22, 15.). Nun aber war Tel Aviv am Zug. Die Israelis, die vor der Saison die komplette Mannschaft ausgetauscht hatten, fanden offensiv nun besser in die Partie. Pierre Jackson traf seinen ersten von am Ende fünf Dreiern (30:27, 17.). Er war es auch, der einen 8:0-Lauf der Gäste kurz vor der Halbzeit durch vier Zähler in Folge einleitete und seine Mannschaft damit erstmals in Front brachte (34:35, 19.). Zur Pause lag Brose mit einem Punkt zurück: 36:37.

 

Tel Aviv kam besser aus der Kabine (40:46, 22.). Ein Hickman-Dreier und Radosevic sorgten jedoch dafür, dass Brose dranblieb. Ein weiterer Dreier, diesmal von Nikos Zisis, holte die Führung dann wieder zurück auf Seite der Hausherren (50:48, 26.). Die konnten den Vorsprung verteidigen. Lucca Staiger war es, der kurz vor der Sirene einen Spielzug ebenfalls per Dreier abschloss. Vor den letzten zehn Minuten führte der deutsche Meister mit 59:55.

 

Diese Führung sollte allerdings nur noch zwei Minuten Bestand haben. Jackson brachte Tel Aviv durch seinen zweiten Dreier des Spiels wieder ran, Roll durch zwei Freiwürfe nach vorne (63:64, 32.). 33 Minuten waren gespielt – es stand 67:67 –, als dann bei Brose wohl ein Schalter umgekippt wurde. Vorne fiel nichts mehr, dafür traf Tel Aviv aus nahezu allen Lagen und Situation. Es folgte ein 19:0-Run der Gäste, die zwei Minuten vor Schluss damit auf 69:87 davonzogen. Am Ende stand eine 71:88-Niederlage für Brose Bamberg auf der Anzeigetafel.

 

Brose Bamberg:

Hackett 2, Hickman 10, Zisis 16, Nikolic dnp, Staiger 3, Mitrovic 9, Lô 2, Olinde dnp, Rubit 10, Heckmann 2, Radosevic 12, Taylor 5

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