Der „My Part of History Tag” war (nahezu) ein voller Erfolg

Brose Bamberg musste sich beim großen „My Part of History Tag“ TekSüt Bandirma zwar mit 71:75 geschlagen geben. Das war aber der einzige Wermutstropfen an einem ansonsten rundum gelungen Tag. Im Vorfeld hatte beim „Game of Champions“ vor 3.500 begeisterten Zuschauern nämlich bereits das Team International gegen das Team National mit 92:69 gewonnen. Emotionaler Höhepunkt des Tages aber war die Ehrung Nikos Zisis‘, dessen Trikot mit der Nummer 6 nun unter dem Hallendach hängt und fortan nicht mehr in Bamberg vergeben wird. Zu guter Letzt verlängerte „Head of Player Development“ Stefan Weissenböck seinen Vertrag um drei Jahre bis 2023.

Bevor es losging, wurde es emotional. Nikos Zisis‘ Trikot mit der Nummer 6 wurde unter das Hallendach gezogen und wird fortan nicht mehr in Bamberg vergeben. Der „Lord of the Rings“ hatte im Beisein seiner Familie und Mutter Tränen in den Augen, als er sagte, dass er so etwas wie in Bamberg in seiner gesamten Karriere noch nie erlebt hätte und diese Stadt, dieser Verein und diese Fans immer einen Platz in seinem Herzen hätten.

Nach der Überraschung mit Zisis ging es überraschend weiter, denn Stefan Weissenböck unterschrieb auf dem Spielfeld seinen neuen Vertrag. Der bindet den „Head of Player Development“ bis zum Ende der Saison 2022/2023 an Brose Bamberg.

Anschließend gab es den ersten Auftritt des neuen Brose Bamberg Teams vor heimischem Publikum. Dabei sahen die 3.500 Zuschauer über weite Strecken der Partie ein zerfahrenes Spiel, bei dem auf beiden Seiten zu sehen war, dass die Teams mitten in der Vorbereitung stecken und die Muskeln etwas müde waren. Einem ausgeglichenen ersten Viertel (23:23) folgte ein zweites, in dem die Gäste aus der Türkei, der letztjährige Champions League-Achtelfinalgegner der Bamberger, vor allem zum Ende hin etwas besser trafen und somit Brose mit einem Fünf-Punkte-Rückstand in die Pause gehen musste: 40:45.

Es blieb eine ausgeglichene Partie mit Stärken und Schwächen auf beiden Seiten. Bei Brose überzeugten vor allem die beiden Neuzugänge Christian Sengfelder und Kameron Taylor. Ersterer setzte sich immer wieder schön unter dem Korb in Szene, konnte aber auch von außen beweisen, dass er schießen kann. Seine Ausbeute am Ende: 15 Punkte und vier Rebounds. Taylor hatte ebenfalls 15 Zähler auf seinem Konto und zeigte mit einer 60%igen Trefferquote, dass er sehr wichtig für seine Mannschaft sein wird. Nach 30 Minuten führte Brose mit 59:57. Die letzten zehn Minuten waren dann wieder zerfahren, ohne viel Wurfglück auf Bamberger Seite. Am Ende stand ein 71:75 auf der Anzeigetafel.

Brose Bamberg:

Lee 6 (5 Assists), Weidemann 6, K. Taylor 15, Stuckey 6, Font dnp, McLean 5, Olinde 10, Sertic dnp, Harris 2 (7 Rebounds), Taylor, Marei 6

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