DJK will Serie nach Bamberg zurückholen

Vor einer schwierigen, aber auch nach drei Niederlagen aus den bisherigen Vergleichen nicht unlösbaren Aufgabe stehen die Zweitliga-Basketballerinnen der DJK Brose Bamberg, wenn sie am Samstag um 19.00 Uhr zum zweiten Spiel der “best-of-three“-Finalserie bei Grüner Stern Keltern antreten

Nach dem 61:66 zum Auftakt muss die Truppe von Trainer Ulf Schabacker im Sportzentrum Dietlingen gewinnen, um die Entscheidung im Kampf um die Meisterschaft zu vertagen und ein drittes Spiel in eigener Halle zu erzwingen.

Oberste Priorität war daher in der zurückliegenden Trainingswoche, die Köpfe nach der Niederlage am vergangenen Samstag frei zu bekommen und das Vertrauen in das eigene Leistungsvermögen zu stärken. „Die Enttäuschung war natürlich groß, gerade in dem Wissen, dass wir im Abschluss absolut nicht das gezeigt haben, was wir zu leisten imstande sind. Aber auch deshalb fahren wir mit dem Gefühl nach Keltern, dass wir dort gewinnen können. Es wird bestimmt nicht einfacher auswärts, zumal der Gegner drei Siege gegen uns und den Heimvorteil im Rücken hat. Nichtsdestotrotz haben wir es selbst in der Hand, wenn wir die entsprechende Leistung aufs Parkett bringen“, lässt Headcoach Schabacker keinen Zweifel daran, dass sein Team in der Lage ist, in Keltern zu bestehen. Der erste Ansatzpunkt, die Verteidigung, funktionierte im ersten Aufeinandertreffen über weite Strecken planmäßig. Mit 66 Zählern hielten die DJK-Damen die beste Offensive der 2. Liga Süd rund 14 Punkte unter ihrem Saisonschnitt. Erhebliches Steigerungspotenzial bergen dagegen das Reboundverhalten, allen voran am defensiven Brett, und die Wurfquoten. Bei 20 Versuchen mehr als der Gegner gingen die Bambergerinnen mit einem Treffer weniger vom Feld. Dass man dem nicht nur aufgrund seiner vier US-Profis stark besetzten Grünen Stern außerdem durch eine Vielzahl vermeidbarer Fehler in die Karten spielte, förderte das gemeinsame Videostudium zutage.

„Basketball ist ebenso eine Kopfsache wie eine Frage der Physis“, spielt für Kapitänin Jessica Miller daher vor der zweiten Begegnung der Glaube an die eigene Stärke eine wichtige Rolle. „Egal, wie schwer oder gar unerreichbar es erscheinen mag, nachdem wir sie bislang nicht bezwingen konnten: Wir haben immer die Chance zu kämpfen! Wir müssen Vertrauen in unsere Würfe und in unsere Defense haben, und wir müssen gegenseitig an uns sowie an das glauben, was wir uns Tag für Tag im Training erarbeitet haben. Jeder Ballbesitz, jeder Stop, jeder Wurf, jeder Rebound, jeder Freiwurf, jeder Steal und jeder Assist zählt. Wenn wir das beherzigen und 40 Minuten lang alles geben, werden wir am Ende in der Position sein, das Spiel zu gewinnen.“ Zur Realisierung dieses Vorhabens steht dem DJK-Trainergespann trotz einiger leichter Blessuren aller Voraussicht nach die Mannschaft aus der Vorwoche, darunter auch die aufgrund von Fußproblemen zuletzt nicht eingesetzte Johanna Beck, zur Verfügung. Gelingt der DJK Brose der Auswärtscoup, kommt es am Samstag, den 02. Mai, um 16.30 Uhr in der Bamberger Graf-Stauffenberg-Halle zum dritten und entscheidenden Meisterschaftsfinale.

DJK Brose Bamberg: Beck, Gut A., Gröger, Ilmberger, Lohneiß, Miller, Münder, Schrüfer, Sokman, Thorman, Zeis

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