Fans fragten - Brose Bamberg antwortete

Über 400 Fans des deutschen Meisters fanden am Donnerstagabend um 19.30 Uhr den Weg in die BROSE ARENA, um mit Aufsichtsratsvorsitzendem Michael Stoschek und Geschäftsführer Rolf Beyer über die aktuelle sportliche Situation, die Trennung von Head Coach Andrea Trinchieri und die Zukunft von Brose Bamberg zu sprechen.

Nach der Freistellung des Italieners am Montagabend hatten Vereinsführung und Anhänger des neunmaligen Titelträgers Gesprächsbedarf. Aus diesem Grund entschieden sich die Bamberger Verantwortlichen für einen offenen Gedankenaustausch. Das treibende Thema war dabei natürlich die unbefriedigende sportliche Entwicklung der letzten Wochen und die Freistellung von Andrea Trinchieri.

 

Rolf Beyer erklärte: „Natürlich sind wir Andrea Trinchieri sehr dankbar.“ Schließlich habe der gebürtige Mailänder mit attraktivem Basketball zahlreiche Titel in die Domstadt gebracht. Mit Platz zehn in der Bundesliga und Rang zwölf in der EuroLeague läuft der neunmalige Meister aktuell aber den eigenen Ansprüchen hinterher.

 

Aus dem Publikum attestierten kritische Stimmen, dass die Einstellung der Spieler nicht stimme. Michael Stoschek bestätigte dies: „Wir behalten uns daher auch Sanktionen vor und haben das dem Team auch klar gemacht. Es ist inakzeptabel, die Marke Brose Bamberg so zu beschädigen. Die Aufgaben eines Trainers sind nicht nur die spieltaktischen Anweisungen, sondern vor allem die Vermittlung von Einstellung und Moral. Insbesondere in einer Saison, die durch den engen Spielplan und zahlreiche Verletzungen außerordentliche körperliche Belastungen mit sich bringt, muss der Trainer sein Team emotional unterstützen und hinter sich wissen. Das ist Andrea Trinchieri nicht gelungen.““

 

Dass die laufende Saison trotz der aktuellen Schwierigkeiten noch nicht verloren ist, stellten auch die anwesenden Gäste klar, schließlich habe man bei Erreichen der Playoffs noch gute Chancen.

 

Was den großen Abstand zum Tabellenführer München anbelangt muss man akzeptieren, dass die Konkurrenz aus München mittlerweile die vorhandenen Ressourcen voll ausnutzt. Michael Stoschek stellte klar, dass wir die sportliche Auseinandersetzung suchen aber ein finanzielles Wettrüsten nicht mitmachen werden. „Auch wenn wir die größten Erfolge vielleicht bereits erlebt haben, müssen wir uns klar machen, dass Basketball auch Spaß macht, wenn man nicht ganz oben steht.“

 

Am Ende appellierten Beyer und Stoschek: „Ilias Kantzouris genießt unser volles Vertrauen. Wir erwarten von den Fans, dass sie Trainer und Mannschaft unterstützen und bis zum Ende der Saison voll hinter dem Team stehen.“  

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