Out of Office, der etwas andere Büro-Blog

Juni und Juli sind schöne Monate. Ruhige Monate. Keiner da. Also kaum einer. Die Hauptsmoorhalle in Strullendorf, in der der Sport- und Medienbereich heimisch sind, ist nahezu verwaist.

Ab und an kommt mal einer vorbei, wirft ein bisschen in der Halle, fertig. Momentan etwa ist Elias Harris hier. Und der eine oder andere NBA-Spieler trainiert mit unseren Individualtrainern. Daniel Theis war hier, Maxi Kleber ebenfalls. Alles in allem aber ist es ruhig. Man schafft Dinge, ohne dass ständig einer ins Büro stürmt. Schön. Aber irgendwie auch langweilig. Daher ist die Vorfreude groß auf die erste Augustwoche. Dann beginnt wieder der Trubel. Die Spieler kommen, die ersten Trainings stehen an, Medientermine, Fotoshootings. Es geht wieder los. Zeit wird’s…

Bis dahin heißt es abwarten. Für mich und euch. Pressemitteilungen über Neuzugänge werden geschrieben und wieder verworfen, weil sich in letzter Minute doch anders entschieden wurde. Spielerseitig. Vereinsseitig. Wenn bekannt werden würde, welche Namen bereits in einer PM verewigt waren und wieder im Papierkorb landeten – Schönen Dunk und Lee’s Corner würden ausrasten. Der Markt ist groß. Das zeigt sich nicht zuletzt bei der Summer League. Dort waren wir mit Cheftrainer Moors vertreten. Sportdirektor und Geschäftsführer sparten Geld und Meilen und verhandelten von hier aus. Und dennoch haben wir viel geschafft. Und nette Geschichten erlebt. Also Roel in erster Linie. Unter anderem war er im selben Hotel wie Nikos Zisis, der sich das Gerangel auch einmal vor Ort ansehen wollte. Beide haben sich ausgetauscht und nett unterhalten. So nett, dass mich Nikos eines Nachts anrief und meinte, wir hätten da einen Supertypen an Land gezogen.

Zurück zu den Neuzugängen. Bzw. zum Team an sich. Fünf Deutsche haben wir bereits, drei ausländische Spieler – das ist mehr, als viele andere zum jetzigen Zeitpunkt haben. Daher: wir sind im Soll. Natürlich ist es ein offenes Geheimnis, dass wir uns einen Verbleib von Henri Drell gewünscht hätten. Er war fest in der Mannschaft der nächsten Saison eingeplant. Shit Happens. Manchmal gewinnt man, manchmal verlieren die anderen. Wie geht es jetzt weiter? Wir sind auf der Suche. Natürlich. Und wir müssen die Agenten davon überzeugen, dass Bamberg nicht mehr Mondsummen bezahlt. Dafür müssen wir mit Argumenten punkten. Wie dem mit dem Namen Stefan Weissenböck. Der kam just heute aus Brooklyn zurück, wo er auch in der nächsten Saison Individualtrainer sein wird. Brooklyn? Da war doch was. Jep, genau, das Brooklyn, das nun mit u.a. Kevin Durant, Kyrie Irving und DeAndre Jordan den Angriff auf den NBA-Titel plant. Und ein Bamberger ist mittendrin…

Mittendrin statt nur dabei könnt ihr auch am 7. September sein. Da nämlich steigt der „My Part of History Tag“ in der BROSE ARENA. Legenden aus den letzten 50 Jahren des Bamberger Basketballs werden in einem netten Spielchen gegeneinander antreten. Oder miteinander. Mal schauen, wie lange welche Knochen noch halten. Rick Stafford haben wir ja bereits bekanntgegeben, ich verspreche aber: es werden noch viele weitere folgen. Und nicht nur welche aus den glorreichen 2000er Jahren. Nein. Auch die alteingesessenen Dauerkarteninhaber kommen auf ihre Kosten. Apropos Dauerkarteninhaber: die haben für das Spektakel freien Eintritt. Alle anderen bekommen ihre Tickets hier. Und noch etwas wird neu sein an diesem 7. September. Das Parkett. 18 Jahre hat das alte alles mitgemacht, was es mitzumachen gab: Triumphe, Tränen, Trauer, Schampus und Bier. Dazu Zigarrenasche und zahlreiche Goldschnipsel. Das ist nun Geschichte. Im wahrsten Sinne des Wortes. Das Parkett wird ausgetauscht, nicht ohne jedoch die Möglichkeit, einen Teil dieser Geschichte zu erwerben. Wie das geht, wie ihr euren Teil der Geschichte erstehen könnt, das erfahrt ihr unter www.mypartofhistory.de.

So viel von hier und jetzt. Diesen Blog wird es in unregelmäßigen Abständen von nun an häufiger geben. Einfach, um euch ein bisschen Einblick in die tägliche Arbeit zu geben. Darüber hinaus schreiben Dominik und ich natürlich auch weiterhin unseren Reiseblog.

In diesem Sinne, bleibt sportlich.

Thorsten Vogt

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