Schwere Auswärtsaufgabe für neuen Pokalsieger

Am Samstag endet für den neuen Pokalsieger Brose Bamberg (5.) das zweiwöchige Nationalmannschaftsfenster mit einem schweren Gastspiel bei den GIESSEN 46ers (7.). Jump in der berüchtigten Sporthalle Gießen-Ost ist um 20:30 Uhr. MagentaSport überträgt die Partie des 22. Spieltags live.

Der Abend in Hessen wird zeigen, ob der erste Titelgewinn seit dem Gewinn der Meisterschaft 2017 beflügelnd auf Federico Peregos Sportgruppe wirkt, oder ob auf den Höhepunkt des Pokalsieges gegen ALBA BERLIN ein emotionales Tief folgt, das zu überwinden noch Zeit braucht.

Das highscoring Team von Head Coach Ingo Freyer um den MVP-Kandidaten John Bryant ist mit vier Siegen aus den letzten fünf Spielen offenbar bereit für eine Revanche. Das Hinspiel gewann Bamberg als Fünfter gegen den damaligen Tabellendritten – auch dank 21 Punkten des nervenstarken Tyrese Rice – mit 109:101 nach Verlängerung und Freyer beklagte sich nach dem Spiel bitter über die Schiedsrichter und die „ungerechte Foulverteilung“.

Im März wird das Gießener Team auf eine veränderte Bamberger Mannschaft treffen. An der Seitenlinie steht inzwischen der junge Federico Perego, Stevan Jelovac, der im Hinspiel noch für 14 Punkte gut war, steht, ebenso wie Center Leon Kratzer, nicht mehr im Aufgebot. Perego kann allerdings aus dem Vollen des verbliebenen Kaders schöpfen. Setzten im Hinspiel noch Louis Olinde und Elias Harris aus, zeigte sich besonders Letzterer vor der Länderspielpause in bestechender Form. 19 Punkte und 4,6 Rebounds markierte der Center in den letzten drei Spielen im Schnitt.

Auf der anderen Seite steht allerdings ein Spieler, der über die Saison gesehen über 20 Punkte auflegt und über zehn Rebounds sichert: John Bryant. Und der sympathische Riese ist bei weitem kein Einzelkämpfer. Brandon Thomas (15,1), Max Landis (12,8), Larry Gordon (11,2) und David Bell (10,1) unterstützen mit zweistelligen Punktzahlen. Gordon ist mit 6,5 Rebounds zudem der zweite Gießener Spieler in den Liga-Top-10 in dieser von Bryant ebenso wie die Liste der Topscorer angeführten Kategorie. Insgesamt kommt Gießen mit dieser Feuerkraft auf über 90 Punkte im Schnitt. Nur Berlin erzielt höhere Werte. Tatsächlich hat Gießen seine Offensiv-Power nochmals mit einem alten Bekannten gesteigert. Point Guard Jared Jordan, der in der laufenden Spielzeit 2013/14 spektakulär von Bonn nach Bamberg wechselte, absolvierte bereits sechs Spiele für die Mittelhessen. In den sechs Spielen mit dem Assist-König lag der Punkteschnitt gar bei 95,5. Das Problem: Gießen kassierte auch 96,8 Punkte.

Bamberg gewährt seinen Gegnern unter Perego im Schnitt immer noch 82,9 Punkte. Vor allem auswärts ist die Mannschaft noch weit weg von alter Defensivstärke und ließ in den letzten drei Spielen auf fremdem Parkett über 92 Punkte zu. Nach drei freien Tagen direkt nach dem Pokaltriumph hatte der Italiener nun neun Tage bzw. 14 Trainingseinheiten Zeit, den Spielern die neue Philosophie näher zu bringen.

Federico Perego: „Wichtig wird sein, wie wir ins Spiel kommen. Wir hatten jetzt eine längere Pause, in der wir intensiv und gut trainiert haben. Gießen hat eine sehr talentierte Mannschaft, die aus viel mehr starken Spielern besteht, als nur John Bryant. Wir müssen von Beginn an bereit sein zu verteidigen. Nur dann haben wir eine Chance. In ihrer Halle ist es immer schwer zu spielen. Sie haben großartige Fans, die sie extrem pushen."

Nach dem Spiel gegen Gießen steht für Brose Bamberg die nächste richtungweisende Partie auf dem Programm. Am 6. März kommt Banvit BK zum Achtelfinalhinspiel der Basketball Champions League in die BROSE ARENA. Am 10. März empfängt Bamberg ratiopharm ulm.

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