Brose Bamberg unterliegt ZSKA Moskau

Brose Bamberg musste sich am 11. Spieltag der Turkish Airlines EuroLeague gegen den Tabellenführer ZSKA Moskau mit 76:92 geschlagen geben. Dabei spielte der deutsche Meister über 25 Minuten auf Augenhöhe, am Ende aber waren es vor allem die Rebounds, die die Waage zugunsten der Gäste ausschlagen ließen. 22 holte Brose, 36 Moskau – zwölf davon am offensiven Brett. Alle eingesetzten Bamberger Spieler punkteten, darunter auch William McDowell-White, der erstmals in dieser Saison für Brose auflief. Topscorer war Augustine Rubit mit 16 Punkten.

Andrea Trinchieri: „Wir hatten eine sehr gute erste Halbzeit, kamen mit der richtigen Energie und machten die richtigen Dinge. Dann aber waren wir nicht gut genug in den zweiten 20 Minuten. Eine Zahl sagt alles: sie hatten 36 Rebounds, wir 22. In den übrigen Stats waren wir einigermaßen ebenbürtig, aber wir haben nicht genug Rebounds geholt. Sie spielen physisch, ja, aber das ist etwas, das wir sehr schnell verbessern müssen. Wenn es ein Problem gibt, dann muss das das gesamte Team angehen. Wir müssen als Mannschaft besser rebounden.“

 

Es war ein ausgeglichenes Spiel in den ersten zehn Minuten. ZSKA ging durch einen Rodriguez-Dreier in Führung, Brose blieb dran und Radosevic brachte seine Mannschaft nach knapp fünf Minuten mit 8:6 nach vorne. In der Folgezeit wechselte der Vorsprung mehrmals hin und her, zum Ende des ersten Viertels führten die Gäste mit zwei Punkten, stand es 20:22.

 

Den besseren Beginn in die zweiten zehn Minuten erwischte der deutsche Meister. Ein 7:0-Run brachte eine zwischenzeitliche Fünf-Punkte-Führung (27:22, 12.). Und Brose blieb dran, stand vor allem defensiv gut und eng am Gegenspieler und hatte immer die passende Antwort auf Moskauer Offensivaktionen parat (34:33, 16.). Will Clyburn, der Ex-Ulmer, brachte die Gäste zwei Minuten vor der Halbzeit durch vier Punkte in Folge wieder nach vorne: 36:37. De Colo legte fünf Zähler nach, ehe Ali Nikolic zum 39:42-Pausenstand traf.

 

Den Anfang des dritten Viertels bestimmten auf beiden die Distanzschützen: Das Hick/Heck auf Bamberger Seite (2x Hickman, 1x Heckmann), Antonov und De Colo auf der der Gäste (50:50, 24.). Mitte des Abschnitts traf De Colo abermals von weit draußen, Clyburn legte nach und brachte Moskau mit fünf Punkten weg: 52:57. Zwar kam Brose durch einen Hackett-Dreier nochmals etwas ran, ein 6:0-Lauf der Gäste beendete das Viertel jedoch mit einem Bamberger Zehn-Zähler-Rückstand: 57:67.

 

Im den letzten zehn Minuten versuchten die Gastgeber dann nochmal alles, ZSKA aber war jetzt im Fluss und ließ sich den Vorsprung nicht mehr nehmen. Wichtig aber, Brose gab sich zu keiner Zeit auf, kämpfte bis zuletzt um jeden Ball, war aber im Abschluss oftmals zu unkonzentriert. Andrea Trinchieri ließ in den letzten Minuten die junge Garde ran und die dankte es ihm. Louis Olinde kam auf zwei Punkte und zwei Rebounds; William McDowell-White traf in seinem Debüt auf europäischem Parkett den letzten Dreier der Partie zum Endstand von 76:92.

 

Brose Bamberg:

Hackett 8, Hickman 13, Wright 6, Zisis 2, Nikolic 5, Staiger dnp, Lô 9, Olinde 2, Rubit 16, McDowell-White 3, Heckmann 3, Radosevic 9

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