Süße Niederlage: Brose Bamberg steht im Final Four

Brose Bamberg steht trotz einer 67:69-Niederlage bei AEK Athen, dank des Vier-Punkte-Hinspielsieges, im Final Four der Basketball Champions League. Dabei behielt der amtierende Pokalsieger im Hexenkessel OAKA vor knapp 15.000 Zuschauern im letzten Viertel die Nerven und holte einen teilweise Zwölf-Punkte-Rückstand (51:63, 34.) wieder auf. Ausschlaggebend dafür waren drei Dreier von Bryce Taylor in der entscheidenden Phase und ein hervorragend aufgelegter Tyrese Rice, der 5,5 Sekunden vor Schluss den entscheidenden Korb zum 67:69-Endstand erzielte. Rice (25) und Taylor (11) waren dann auch Broses Topscorer. Augustine Rubit sammelte zehn Rebounds, Rice und Zisis gaben je fünf Assists.

Federico Perego: „Der Glückwunsch gehört meiner Mannschaft, meinem Staff, dem Physio, dem Teammanager, dem Mediendirektor, allen, die tagtäglich um das Team herum sind und die eine wahnsinnige Arbeit leisten. Es war nicht einfach hier zu bestehen. Das OAKA ist eine der lautesten Hallen der Welt mit enthusiastischen Fans. Uns ist es gelungen einen kühlen Kopf zu bewahren und auch in schwierigen Momenten die richtigen Entscheidungen zu treffen. Nochmal: Glückwunsch an die Mannschaft. Sie haben es sich verdient im Final Four dabei zu sein!“

Von Beginn an entwickelte sich kein schönes, aber ein spannendes Spiel, in dem Athen nach gut dreieinhalb Minuten eine erste kleine Führung herausgespielt hatte: 2:7. Erst allmählich kam Brose in der Offensive in Position. Vor allem Rice und Alexander harmonierten wieder gut, brachten ihre Mannschaft zurück in Schlagdistanz (11:12, 7.). Etwas mehr als sieben Minuten waren gespielt, ehe Bamberg erstmals in Führung gehen konnte. Und wie. Putback-Dunking von Cliff Alexander zum 13:12. Zum Viertelende ist aus dem Vorsprung aber wieder ein Drei-Punkte-Rückstand geworden, stand es 17:20.

Wie schon im Hinspiel taten sich beide Teams auch im OAKA schwer von jenseits der 6,75m-Linie. Lediglich ein Wurf durch Rice fand sein Ziel, ansonsten wurden auf beiden Seiten nur Fahrkarten geschossen. Das änderte sich auch im zweiten Viertel nicht. Bis zur Pause hießen die Quoten: 1/13 für Athen, 1/10 für Brose. Und dennoch oder gerade deshalb blieb es ein enges Spiel, bei dem sich auch im zweiten Abschnitt keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. Zwar lag Athen nach gut 15 Minuten mit fünf Punkten vorne (23:28), vor allem Rice hatte aber nach wie vor immer die passende Antwort parat. Mit 32:36 aus Bamberger Sicht ging es in die Kabine.

Aus der kamen die Hausherren etwas besser zurück ins Spiel. Zwei Larentzakis-Freiwürfe sorgten Mitte des Abschnitts für den bis dato höchsten Bamberger Rückstand: 37:45. Fünf Punkte in Folge von Tyrese Rice brachten die Gäste aber wieder ran, Ricky Hickman gelang es schließlich zwei Minuten vor Viertelende seine Mannschaft abermals in Führung zu bringen: 47:46. Die wechselte allerdings wieder, da zunächst James, mit der Sirene noch Griffin jeweils den Dreier trafen. Vor dem Schlussabschnitt führte Athen mit fünf Punkten, wäre also weiter gewesen: 49:54.

Der Beginn des letzten Viertels war dann einer zum Vergessen für Brose und die mitgereisten rund 20 Fans. Athen gelang ein 9:0-Lauf und die Zwölf-Punkte-Führung (51:63, 34.). Bamberg brauchte nun vor allem eines: Selbstvertrauen und Firepower. Beides bekamen sie von Brice Taylor. Drei Dreier von ihm in der entscheidenden Phase brachten seine Truppe wieder zurück ins Spiel. Das stand bis zuletzt auf des Messers Schneide. Zwölf Sekunden waren noch zu spielen, als Tyrese Rice – wer sonst – die Kugel bekam und 5,5 Sekunden vor Ende den Floater zum 67:69 einnetzte. Was blieb waren zunächst zwei gute Verteidigungssequenzen der Bamberger und schließlich unbändiger Jubel nach der Schlusssirene.

Brose Bamberg:

Hickman 4, Rice 25, Zisis 2, Stuckey, Schmidt, Olinde, Harris 8, Rubit 9, Alexander 8, Heckmann, Taylor 11, Kulboka dnp

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